Seitenindex umschalten Seiten: 1 ... 7 8 [9] 10 11  Thema versendenDrucken
Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Rauchverbot in der Mietwohnung (Gelesen: 2.027 mal)
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.294
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #31 - 09.07.13 um 22:09:31
Beitrag drucken  
Hier ein Zeitungsartikel (Express) über Herrn Adolfs Situation, die Netzwerk-Rauchen-Spendenaktion und die Mahnwache.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.294
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #30 - 09.07.13 um 17:27:49
Beitrag drucken  

Quote:
Da bin ich auch gespannt. Allerdings stellt sich mir die Frage, wenn z.B. Kinderlärm hinzunehmen ist, ab welcher Lärmbelästigung und Gesundheitsschädigung gegen den Kinderlärm vorgegangen werden kann? Denn eine Belästigung wird ja von jedem Menschen anders empfunden.


Kinderlärm gilt offiziell als 'guter' Lärm, selbst bei angeblich gesundheitsschädlicher Dosis. Tabakrauch wiederum gilt als 'schlechte' Luft, selbst bei ungefährlicher Dosis.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
G-H-L
God Member
****
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 937
Mitglied seit: 23.10.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #29 - 09.07.13 um 13:11:51
Beitrag drucken  
smokie schrieb on 06.07.13 um 12:20:23:
Mittlerweile habe ich aber etwas gelesen, was - wenn es so stimmen sollte - die Angelegenheit schwieriger gestalten dürfte:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/qualmen-in-der-mietwohnung-viel-rauch-um...
Quote:
Dem Vernehmen nach bestritt der Mieter im Verfahren nicht, dass die Belästigung andauernd, unerträglich, nicht mehr hinnehmbar sei, sondern führte lediglich an, dass er schon seit 40 Jahren in der Wohnung rauche.


Das wäre - sollte dies zutreffen - natürlich fatal. Da gibt er ja der Vermieterin schöne Gründe, ihn rauszuschmeißen und die Wohnung teuer neu zu vermieten. Der Mieter hätte auf jeden Fall die oben aufgeführten Tatsachen bestreiten müssen.

Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgehen wird (mein Rauchkonsum: zwei Schachteln am Wochenende oder an freien Tagen  Laut lachend )


Da bin ich auch gespannt. Allerdings stellt sich mir die Frage, wenn z.B. Kinderlärm hinzunehmen ist, ab welcher Lärmbelästigung und Gesundheitsschädigung gegen den Kinderlärm vorgegangen werden kann? Denn eine Belästigung wird ja von jedem Menschen anders empfunden.

Während Tabakqualm einen Raucher gar nicht, einen Nichtraucher ab und zu, und einen Anti aber eklatant stört und sich dabei belästigt fühlt.

Gruß
Gerhard
« Zuletzt geändert: 09.07.13 um 13:12:18 von G-H-L »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6.162
Mitglied seit: 05.04.07
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #28 - 09.07.13 um 08:27:18
Beitrag drucken  
Was sind das alles nur für Firmen? Bis auf die Praxis hat keine eine eigene Webseite.

Und die EURUGA hat eine Mailanschrift bei Yahoo.

http://tinyurl.com/p5qd7nd
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.294
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #27 - 08.07.13 um 23:32:58
Beitrag drucken  
Bei Herrn Adolfs im Haus ist nicht nur das Rauchen ungern gesehen:




Für einen gewerblichen Nachmieter hat man schon Platz reserviert:



Solidaritätsbekundung:


« Zuletzt geändert: 08.07.13 um 23:33:26 von ChristophL »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
G-H-L
God Member
****
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 937
Mitglied seit: 23.10.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #26 - 08.07.13 um 11:14:53
Beitrag drucken  
xila schrieb on 05.07.13 um 15:46:37:
Das Gericht muß gar nichts, sondern kann tun und lassen, was es will, so kann ich jedenfalls meine Erkenntnisse der letzten Jahre zusammenfassen. Mein Vertrauen in den Rechtsstaat ist schon 2008 in sich zusammengefallen, denn alles, was im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rauchverbot in der Gastronomie an Begründungen steht, kann man 1:1 auch auf Privatwohnungen übertragen. Es war zwar schon im damaligen Fall eine mehr als fragwürdige Konstruktion, aber wen juckt das noch, wenn es erst mal geschrieben steht?


Wie mir ein Rechtsanwalt mal erklärte, sind Amtsrichter nur ihrem Gewisschen verpflichtet. Dabei brauchen sie sich nicht an die Buchstaben des Gesetzes zu halten. Anders beim Landgericht. Mit jeder weiteren Instanz steigt auch die Bindung an die Gesetze.

Allerdings beim Urteil des BVerfG über das totalte Rauchverbot in Bayern waren sich die Herren Richter auch nicht allesamt einig. Es gab sogar einen, der dieses Rauchverbot für verfassungswidrig einstufte. Allerdings die Mehrheit der Richter sah dies anders.

Gruß
Gerhard
« Zuletzt geändert: 08.07.13 um 11:17:04 von G-H-L »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Raucherhusten
Advanced Member
*****
Offline


Gott sei Dank bin ich
Atheist

Beiträge: 3.409
Standort: 90449 Nürnberg
Mitglied seit: 21.04.08
Geschlecht: männlich
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #25 - 08.07.13 um 10:36:07
Beitrag drucken  
Finde ich klasse, das die Aktion so einen guten Zuspruch findet.  Smiley
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.294
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #24 - 07.07.13 um 21:51:19
Beitrag drucken  
Friedhelms Adolfs (voller Name ja mittlerweile in einigen Medien) vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf



Friedhelm Adolfs mit Detlef Petereit von "NRW genießt!"


Friedhelm Adolfs mit Vertreter/-innen von Netzwerk Rauchen, FRIDA und Rauchen NRW anlässlich der Mahnwache beider letztgenannter Organisationen heute vor dem Landtag.




Es ergaben sich gute Gespräche, auch mit Politikern. Vielen Passanten war der Fall bekannt. Selbstverständlich wurde Herr Adolfs über den Stand der Spendensammelaktion in Kenntnis gesetzt.

« Zuletzt geändert: 08.07.13 um 11:30:34 von ChristophL »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
fitzcarraldo
God Member
****
Offline


Fluctuat nec mergitur

Beiträge: 605
Mitglied seit: 27.08.09
Geschlecht: männlich
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #23 - 07.07.13 um 10:03:04
Beitrag drucken  
Quote:
Zitat von spon-facebook-10000325129 Beitrag anzeigen
Der Kläger wohnt in einem der D'dorfer Sahneviertel für 350 € Warmmiete. Die Vermieterin hat in den letzten Jahren Mietwohnraum lukrativ in Gewerbewohnraum umgewandelt. Darunter sind finanzkräftige gewerbliche Mieter wie Anwälte, Finanzdienstleister usw - siehe Auflistung unten. Der wirkliche Skandal dabei ist, dass der Düsseldorfer Provinzrichter Dr. Tobias Rundel entgegen der bisher üblichen Rechtsprechung des BGH, dem Kläger die Prozeßkostenhilfe verweigert.

Gewerbliche Mieter an der Kühlwetterstraße 49:
RA Kanzlei Franke
RA Kanzlei Bode&Roth
WVG Leasinggesellschaft mbH
EURUGA INVESTMENT Finanzberatung
BMC GmbH Management- und Personalberatung und Erwerb + Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen aller Art
Finanzdienstleistung Sündker
UGAFSA United German Arabian Finance S. A. Finanzberater, Anlagenberater
Düssel Verwaltung Hans Werner Schaub GmbH
SM Service For Meatindustry GmbH
UGA Oil & Trade INC Mineralölerzeugnisse Großhandel
Praxis für Psychotherapie Voigt-Lehnhoff


http://forum.spiegel.de/f22/mietwohnung-gericht-rechtfertigt-kuendigung-wegen-st...
« Zuletzt geändert: 07.07.13 um 10:04:06 von fitzcarraldo »  

Cast a cold eye
On life, on death.
Horseman pass by.
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Querkopf
God Member
****
Offline


Dies ist durchaus ein
Drei-Pfeifen-Problem
...

Beiträge: 564
Mitglied seit: 19.11.12
Geschlecht: männlich
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #22 - 07.07.13 um 08:27:24
Beitrag drucken  
In England scheint man sich dem Problem (Eingriff in die Privatsphäre der Wohnung) auf einem anderen Weg annähern zu wollen:

Ein Richter versucht dort einer Mutter das Sorgerecht für ihre Kinder zu entziehen, weil sie in Gegenwart ihrer Kinder raucht - was sich natürlich hauptsächlich auf das Zusammenleben in der Wohnung bezieht:

Quote:
...it was in the social workers’ report given to the Sheriff that the childrens’ clothes smelled of cigarette smoke – revealing the fact that the authorities already viewed this as culpable evidence worthy of presentation in the same way that the mother’s breath might be stinking of booze.


http://thefreesociety.org/Issues/Smoking/smoking-in-the-home-is-next-target-afte...
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 3.975
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #21 - 06.07.13 um 18:04:02
Beitrag drucken  
shadu schrieb on 06.07.13 um 15:36:57:
xila schrieb on 06.07.13 um 15:12:44:
smokie schrieb on 06.07.13 um 12:20:23:
Mittlerweile habe ich aber etwas gelesen, was - wenn es so stimmen sollte - die Angelegenheit schwieriger gestalten dürfte:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/qualmen-in-der-mietwohnung-viel-rauch-um...
Quote:
Dem Vernehmen nach bestritt der Mieter im Verfahren nicht, dass die Belästigung andauernd, unerträglich, nicht mehr hinnehmbar sei, sondern führte lediglich an, dass er schon seit 40 Jahren in der Wohnung rauche.


Das wäre - sollte dies zutreffen - natürlich fatal. Da gibt er ja der Vermieterin schöne Gründe, ihn rauszuschmeißen und die Wohnung teuer neu zu vermieten. Der Mieter hätte auf jeden Fall die oben aufgeführten Tatsachen bestreiten müssen.

Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgehen wird (mein Rauchkonsum: zwei Schachteln am Wochenende oder an freien Tagen  Laut lachend )


Das halte ich für eher minderwichtig, da der Mann jetzt ja anscheinend eine Anwältin hat und man ihm keine juristischen Fallen dieser Art mehr stellen kann. Wichtiger ist die Frage, ob eine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarn für vorhanden gehalten wird oder nicht.





Es wäre schon ausreichend, wenn die Richter es glauben.
Zitat: "ob eine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarn für vorhanden gehalten wird"  Man kann das heutzutage so zusammen Schustern wie es einem gerade passt. Die Boulevard-Medien werden dann alles so genüsslich verbreiten. Die Masse wird es entsprechend Glauben. Das ehrliche seriöse Hinterfragen gibt es nicht mehr. Dummheit ist lernbar !!!


Die Masse fällt keine Gerichtsurteile. Hier kommt es auf den Richter an. Dr. Tobias Rundel hat sich entsprechend geäußert, und das auf derselben Wissensbasis.

Genau dieser Punkt muß von der Anwältin des Beklagten hinterfragt werden.

Ich würde dabei sogar so weit gehen, Frau Dr. Pötschke-Langer als Zeugin einzubestellen und von ihr einen Nachweis einer solchen Gesundheitsgefährdung zu verlangen. Das kann sie nämlich nur falsch machen, egal was sie tut. Und die Maske muß endlich runter!

« Zuletzt geändert: 06.07.13 um 18:26:31 von xila »  

Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and instead look what he starts with, where he ends up, and ask yourself, "Is it reasonable?" (Richard Feynman)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
shadu
Advanced Member
*****
Offline


MaryLong I smoke you

Beiträge: 3.551
Standort: Basel
Mitglied seit: 07.08.07
Geschlecht: männlich
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #20 - 06.07.13 um 15:36:57
Beitrag drucken  
xila schrieb on 06.07.13 um 15:12:44:
smokie schrieb on 06.07.13 um 12:20:23:
Mittlerweile habe ich aber etwas gelesen, was - wenn es so stimmen sollte - die Angelegenheit schwieriger gestalten dürfte:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/qualmen-in-der-mietwohnung-viel-rauch-um...
Quote:
Dem Vernehmen nach bestritt der Mieter im Verfahren nicht, dass die Belästigung andauernd, unerträglich, nicht mehr hinnehmbar sei, sondern führte lediglich an, dass er schon seit 40 Jahren in der Wohnung rauche.


Das wäre - sollte dies zutreffen - natürlich fatal. Da gibt er ja der Vermieterin schöne Gründe, ihn rauszuschmeißen und die Wohnung teuer neu zu vermieten. Der Mieter hätte auf jeden Fall die oben aufgeführten Tatsachen bestreiten müssen.

Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgehen wird (mein Rauchkonsum: zwei Schachteln am Wochenende oder an freien Tagen  Laut lachend )


Das halte ich für eher minderwichtig, da der Mann jetzt ja anscheinend eine Anwältin hat und man ihm keine juristischen Fallen dieser Art mehr stellen kann. Wichtiger ist die Frage, ob eine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarn für vorhanden gehalten wird oder nicht.






Zitat: "ob eine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarn für vorhanden gehalten wird"  Man kann das heutzutage so zusammen Schustern wie es einem gerade passt. Die Boulevard-Medien werden dann alles so genüsslich verbreiten. Die Masse wird es entsprechend Glauben. Das ehrliche seriöse Hinterfragen gibt es nicht mehr. Dummheit ist lernbar !!!
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 3.975
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #19 - 06.07.13 um 15:12:44
Beitrag drucken  
smokie schrieb on 06.07.13 um 12:20:23:
Mittlerweile habe ich aber etwas gelesen, was - wenn es so stimmen sollte - die Angelegenheit schwieriger gestalten dürfte:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/qualmen-in-der-mietwohnung-viel-rauch-um...
Quote:
Dem Vernehmen nach bestritt der Mieter im Verfahren nicht, dass die Belästigung andauernd, unerträglich, nicht mehr hinnehmbar sei, sondern führte lediglich an, dass er schon seit 40 Jahren in der Wohnung rauche.


Das wäre - sollte dies zutreffen - natürlich fatal. Da gibt er ja der Vermieterin schöne Gründe, ihn rauszuschmeißen und die Wohnung teuer neu zu vermieten. Der Mieter hätte auf jeden Fall die oben aufgeführten Tatsachen bestreiten müssen.

Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgehen wird (mein Rauchkonsum: zwei Schachteln am Wochenende oder an freien Tagen  Laut lachend )


Das halte ich für eher minderwichtig, da der Mann jetzt ja anscheinend eine Anwältin hat und man ihm keine juristischen Fallen dieser Art mehr stellen kann. Wichtiger ist die Frage, ob eine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarn für vorhanden gehalten wird oder nicht.



  

Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and instead look what he starts with, where he ends up, and ask yourself, "Is it reasonable?" (Richard Feynman)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 3.975
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #18 - 06.07.13 um 14:53:42
Beitrag drucken  
Meinrad schrieb on 05.07.13 um 20:05:56:
xila schrieb on 05.07.13 um 15:46:37:
Das Gericht muß gar nichts, sondern kann tun und lassen, was es will, so kann ich jedenfalls meine Erkenntnisse der letzten Jahre zusammenfassen. Mein Vertrauen in den Rechtsstaat ist schon 2008 in sich zusammengefallen, denn alles, was im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rauchverbot in der Gastronomie an Begründungen steht, kann man 1:1 auch auf Privatwohnungen übertragen. Es war zwar schon im damaligen Fall eine mehr als fragwürdige Konstruktion, aber wen juckt das noch, wenn es erst mal geschrieben steht?



Moment, schauen wir uns die fragwürdige Konstruktion mal näher an. Die Rauchverbote waren nur möglich unter der Annahme, dass Gaststätten ab sofort als öffentlicher Raum zu betrachten sind. Worauf viele hundert Jahre niemand gekommen ist, aber die Antis kennen da nix. Jedenfalls könnte man sonst ja nicht begründen, was an einer eindeutig als Raucherkneipe gekennzeichneten Lokalität auszusetzen wäre. Das geht nur, wenn man die Gastro grundsätzlich als öffentlichen Raum definiert und damit natürlich die Tür für alle möglichen Arten des Hineinregierens öffnet. Das alles steht nirgendwo explizit, aber den Antis reicht das Implizite. Tatsächlich haben sie versucht, die Lokalverbote in NRW ebenfalls mit diesem Argument für illegal zu erklären. Zum Glück ist unsere Seite da unnachgiebig geblieben und hat damit das Ganze als Bluff entlarvt. Sie könnten ja klagen, tun es aber nicht. Aus gutem Grunde.

Nun ist aber die Privatwohnung noch immer kein öffentlicher Raum (aber selbst damit ist irgendwann zu rechnen). Bis dahin ziehen die Begründungen für das Gastro-Rauchverbot nicht.

Soviel zur Beruhigung vorab.   




So nahe wie ich hast du dieses Urteil leider nicht angeschaut. Das ist der Casus Knacksus:

Quote:
(2) Es ist Sache des Gesetzgebers, in Bezug auf den jeweiligen Lebensbereich darüber zu entscheiden, ob, mit welchem Schutzniveau und auf welche Weise Situationen entgegengewirkt werden soll, die nach seiner Einschätzung zu Schäden führen können (vgl. BVerfGE 110, 141 <159>; vgl. auch BVerfGE 111, 10 <38 f., 43>). Hierbei kommt ihm grundsätzlich ein Einschätzungs-, Wertungs- und Gestaltungsspielraum zu (vgl. BVerfGE 96, 56 <64>). Dies ermöglicht es dem Gesetzgeber, bei seiner Wahl für ein Schutzkonzept auch Interessen zu berücksichtigen, die gegenläufig zu dem von ihm verfolgten Gemeinwohlziel sind, und so eine Lösung durch Zuordnung und Abwägung kollidierender Rechtsgüter zu entwickeln. Soweit sich nicht in seltenen Ausnahmefällen der Verfassung eine konkrete Schutzpflicht entnehmen lässt, die zu einem bestimmten Tätigwerden zwingt, bleibt die Aufstellung und normative Umsetzung eines Schutzkonzepts dem Gesetzgeber als dem dafür zuständigen staatlichen Organ überlassen.

[...]

(a) Da die Gesundheit und erst recht das menschliche Leben zu den besonders hohen Gütern zählen, darf ihr Schutz auch mit Mitteln angestrebt werden, die in das Grundrecht der Berufsfreiheit empfindlich eingreifen (vgl. BVerfGE 17, 269 <276>; 85, 248 <261>; 107, 186 <196>).

Diese Beeinträchtigung der Verhaltensfreiheit der Raucher (Art. 2 Abs. 1 GG) erscheint jedoch wegen der herausragenden Bedeutung des mit dem Rauchverbot verfolgten Schutzziels nicht unangemessen, zumal die Möglichkeit bleibt, eine Gaststätte zum Rauchen vorübergehend zu verlassen. Die Raucher werden hierbei nicht in unzulässiger Weise bevormundet, ihnen wird insbesondere kein Schutz vor Selbstgefährdung aufgedrängt (vgl. BVerfGE 59, 275 <278 f.>). Die Landesnichtraucherschutzgesetze zielen weder auf Suchtprävention noch auf den Schutz des Einzelnen vor sich selbst. Ihr Ziel ist vielmehr der Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens (vgl. § 1 Abs. 1 Satz 2 LNRSchG Baden-Württemberg; § 1 NRSG Berlin). Es geht um den Schutz der Gesundheit nicht des Rauchers, sondern der Gesundheit der anderen Personen, die in der jeweiligen Situation nicht selbst rauchen.


Du bildest dir im Ernst ein, daß dein Recht, in deiner Wohnung zu rauchen, für herausragender als der Schutz der Gesundheit deiner Nachbarn gehalten würde? Laß dich nicht auslachen.

Der Dreh- und Angelpunkt ist die Unterstellung, daß die Gesundheit deiner Nachbarn gefährdet sei. Wenn dies als wahr angenommen wird, brauchst du auf die Justiz nicht mehr zu hoffen.

Und die Justiz wird diesen Blödsinn genauso wie den Passivrauchblödsinn glauben, wenn es ihr lange genug von den allseits bekannten "Experten" vorgebetet wird.
  

Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and instead look what he starts with, where he ends up, and ask yourself, "Is it reasonable?" (Richard Feynman)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
smokie
Junior Member
**
Offline


(Ketten-)Rauchen ist geil!

Beiträge: 89
Mitglied seit: 04.08.09
Geschlecht: männlich
Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #17 - 06.07.13 um 12:20:23
Beitrag drucken  
Mittlerweile habe ich aber etwas gelesen, was - wenn es so stimmen sollte - die Angelegenheit schwieriger gestalten dürfte:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/qualmen-in-der-mietwohnung-viel-rauch-um...
Quote:
Dem Vernehmen nach bestritt der Mieter im Verfahren nicht, dass die Belästigung andauernd, unerträglich, nicht mehr hinnehmbar sei, sondern führte lediglich an, dass er schon seit 40 Jahren in der Wohnung rauche.


Das wäre - sollte dies zutreffen - natürlich fatal. Da gibt er ja der Vermieterin schöne Gründe, ihn rauszuschmeißen und die Wohnung teuer neu zu vermieten. Der Mieter hätte auf jeden Fall die oben aufgeführten Tatsachen bestreiten müssen.

Ich bin gespannt, wie die Angelegenheit ausgehen wird (mein Rauchkonsum: zwei Schachteln am Wochenende oder an freien Tagen  Laut lachend )
« Zuletzt geändert: 06.07.13 um 12:23:37 von smokie »  

Rauchen macht Spass! Und Kettenrauchen macht noch mehr Spass!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1 ... 7 8 [9] 10 11 
Thema versendenDrucken