Seitenindex umschalten Seiten: [1] 2 3  Thema versendenDrucken
Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz! (Gelesen: 3.682 mal)
G-H-L
God Member
****
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 937
Mitglied seit: 23.10.06
Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
05.09.13 um 17:53:56
Beitrag drucken  
Hallo,

bin zur Zeit in einem Projekt bei einer Firma beschäftigt, wo die Raucher zum Rauchen das Gebäude verlassen müssen und natürlich auch ausstempeln müssen.
Bei dem Projekt muß ich zu vorgegebenen Terminen Anrufe tätigen. Zwischen den Anrufen kann man praktisch Däumchen drehen bis zum nächsten Termin. Natürlich wird dies als Arbeitszeit bezahlt. Geht nun aber ein Raucher während dieser Zeit raus zum Rauchen, wird diese Zeit nicht bezahlt. Hier wird also der Raucher eklatant benachteiligt.
Zudem ist in dieser Zeit der Raucher ja auf der Arbeit, also quasi in Bereitschaft. Und auch Bereitschaftsdienste sind Arbeitszeit und somit zu bezahlen. Dies gilt sogar für einen Stellvertreter, der auf Abruf zu Hause ist, falls der Arbeitnehmer der Bereitschaft hat, ausfällt.

Darüber hinaus, aber das wurde ja auch schon mehrfach angedeutet, wird gerade in Raucherpausen häufig über berufliche Dinge diskutiert und debattiert. Demnach wäre auch die Raucherpause reguläre Arbeitszeit. Denn wenn die Mitarbeiter am Gang stehen oder aber an der Kaffeemaschine über betriebliche Dinge reden ist das auch bezahlte Arbeitszeit.

Ähnlich verhält es sich, wenn man zwecks einer Besprechung das Gebäude verläßt um die Abteilung im anderen Gebäude aufzusuchen, so stempelt man dies als Dienstgang, der wiederum als Arbeitszeit bezahlt wird. Klar, dass man dabei außerhalb des Gebäudes auch mal eine Zigarette raucht.

Egal, wie man das dreht oder wendet, ich komme immer zu dem Schluß, dass man mit solchen Praktiken die Raucher nicht nur diskriminiert, sondern vielmehr drangsaliert. Mich würde mal Eure Meinung hierzu interessieren.

Gruß
Gerhard
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Blaudunst
Junior Member
**
Offline


Verboten? So wenig wie
möglich!

Beiträge: 209
Mitglied seit: 09.02.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #1 - 10.09.13 um 23:12:43
Beitrag drucken  
G-H-L schrieb on 05.09.13 um 17:53:56:
Hallo,

bin zur Zeit in einem Projekt bei einer Firma beschäftigt, wo die Raucher zum Rauchen das Gebäude verlassen müssen und natürlich auch ausstempeln müssen.
Bei dem Projekt muß ich zu vorgegebenen Terminen Anrufe tätigen. Zwischen den Anrufen kann man praktisch Däumchen drehen bis zum nächsten Termin. Natürlich wird dies als Arbeitszeit bezahlt. Geht nun aber ein Raucher während dieser Zeit raus zum Rauchen, wird diese Zeit nicht bezahlt. Hier wird also der Raucher eklatant benachteiligt.
Zudem ist in dieser Zeit der Raucher ja auf der Arbeit, also quasi in Bereitschaft. Und auch Bereitschaftsdienste sind Arbeitszeit und somit zu bezahlen. Dies gilt sogar für einen Stellvertreter, der auf Abruf zu Hause ist, falls der Arbeitnehmer der Bereitschaft hat, ausfällt.

Darüber hinaus, aber das wurde ja auch schon mehrfach angedeutet, wird gerade in Raucherpausen häufig über berufliche Dinge diskutiert und debattiert. Demnach wäre auch die Raucherpause reguläre Arbeitszeit. Denn wenn die Mitarbeiter am Gang stehen oder aber an der Kaffeemaschine über betriebliche Dinge reden ist das auch bezahlte Arbeitszeit.

Ähnlich verhält es sich, wenn man zwecks einer Besprechung das Gebäude verläßt um die Abteilung im anderen Gebäude aufzusuchen, so stempelt man dies als Dienstgang, der wiederum als Arbeitszeit bezahlt wird. Klar, dass man dabei außerhalb des Gebäudes auch mal eine Zigarette raucht.

Egal, wie man das dreht oder wendet, ich komme immer zu dem Schluß, dass man mit solchen Praktiken die Raucher nicht nur diskriminiert, sondern vielmehr drangsaliert. Mich würde mal Eure Meinung hierzu interessieren.

Gruß
Gerhard

Selbstverständlich will man die Raucher damit drangalisieren und diskriminieren!

1) Wir machen "Raucherpausen" nur deshalb, weil wir nicht mehr in unseren Büros / an unseren Arbeitsplatz rauchen können! Kommischerweise auch dort nicht, wo Einzelbüros vorhanden sind, oder alle im Büro Raucher sind.
Früher hat man sich einfach eine Zigarette im Büro angezündet und weiter gearbeitet. Kein Raucher kam auf die Idee, dass er dafür eine "Pause" machen muss. Und wer ist schuld, dass es jetzt anders ist? Die Raucher bestimmt nicht!

2) Nichtraucher machen auch Pausen (über Fußball, Urlaub, Hobbys, Autos und was auch immer reden, Kaffee /Tee trinken, den nächsten Urlaub planen, das Fenster anschauen und dabei träumen, usw.). Nur dass sie dabei nicht rauchen und deshalb das Büro nicht unbedingt verlassen müssen.

3) Es ist auch gut so, dass alle ab und zu eine Pause machen! Als Arbeitgeber würde ich sehr nervös werden, wenn ein Mitarbeiter, der schon 5 Stunden ohne Pause intensiv gearbeitet hat, jetzt eine große Summe Geld verwaltet oder einen ganz wichtigen Brief schreibt. Die Konzentration lässt einfach nach, Menschen sind keine Maschinen (und sogar diese brauchen ab und zu eine Pause und eine Wartung!).
Schlecht ist nur, dass man die Leute gegeneinander hetzt, in diesem Fall die Nichtraucher gegen die Raucher. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch schlecht für das Arbeitsklima, also automatisch auch für die Arbeitsleistung beider Gruppen!

4) Viele Vorgesetze und Unternehmer haben leider noch eine "Kindergarten-Mentalität": Hauptsache, der Mitarbeiter sitzt jeden Tag möglichst lange auf seinem Stuhl! In Wirklichkeit ist die Arbeitsleistung und das rechtzeitige Erreichen der Arbeitsziele das Wichtigste für den Betrieb.
In der modernen Arbeitswelt ist die Arbeitsleistung immer weniger an das ständige "Hüten" des Arbeitsplatzes verbunden. Es gibt sicher auch Ausnahmen, aber immer öfter ist das Ergebnis entscheidend abhängig von fachlicher und sozialer Kompetenz, Ideenreichtum, richtigem Informationsstand, Schnelligkeit und Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, usw.
"Sitzfleisch" hat in großen Teilen der Arbeitswelt ausgedient. Deshalb ist es gar nicht so wichtig für einen Betrieb, ob ein Mitarbeiter 10 Minuten mehr Pause macht als ein Anderer (mit oder ohne Zigarette), sondern wer von den Beiden die beste Arbeitsleistung liefert.

5) Es ist völlig richtig, dass in den sogenannten Raucherpausen oft fachlicher Informations- und Ideen-Austausch stattfindet, der dem Betrieb sehr gut tut!

6) Je miserabler die Raucher in einem Betreib behandelt werden, desto demotivierter und lustloser reagieren sie. Sie werden aber deshalb nicht weniger, sie fühlen sich nur weniger mit dem Betrieb verbunden.
Das ist eine ganz normale Reaktion (nicht nur in die Arbeitswelt!). Die menschlichen Beziehungen, egal weche, basieren immer auf Gegenseitigkeit. Einer, der mich schikaniert, diskriminiert und schlecht behandelt, respektiert mich als Mensch nicht. Warum soll ich dann für ihn alles geben, was ich nur kann?
Die Motivation der Mitarbeiter und ihre "innere Zugehörigkeit" zum Unternehmen sind aber sehr wichtige Erfolgfaktoren. Die kann man "leider" nur bekommen, wenn man seine Mitarbeiter gut behandelt und ihre Individualität respektiert. Wenn man versucht, so oft wie möglich und so gut es geht, etwas für und nicht etwas gegen sie zu tun.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
G-H-L
God Member
****
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 937
Mitglied seit: 23.10.06
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #2 - 16.09.13 um 17:15:37
Beitrag drucken  
Weitergehende Gedanken.

Auch muß man sich überlegen, ob der Raucher tatsächlich eine Pause macht, die nicht bezahlt werden muß. Hat z.B. ein Mitarbeiter Bereitschaftsdienst, so darf er zu Hause soviel qualmen wie er will, die Bereitschaft gilt dennoch als Arbeitszeit und muß entsprechend bezahlt werden. Dies gilt sogar für einen Stellvertreter, der sich bereit halten muß, falls der Mitarbeiter in Bereitschaft mal ausfällt.

Ein Mitarbeiter, der draußen Raucht, während er auf den Beginn der Besprechung wartet, oder darauf, dass sein PC ausgetauscht wird, macht eigentlich keine Pause, sondern ist in Bereitschaft. Diese Zeit müsste bezahlt werden.

Gruß
Gerhard
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Meinrad
Senior Member
*****
Offline


Wider das tierische Abstinenzlertum
!

Beiträge: 1.488
Mitglied seit: 07.05.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #3 - 11.11.13 um 18:51:57
Beitrag drucken  
Das hier lässt die Gesetzgebung inzwischen zu:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/155314

Interessant die Kommentare: viele Nichtraucher dabei, die das konsequent ablehnen. Die Stimmen, die nach echter Prohibition rufen, sind nahe null und werden dann auch feuerrot markiert.

Die Luft wird dünner für die Antis
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 4.115
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #4 - 11.11.13 um 19:31:27
Beitrag drucken  
Meinrad schrieb on 11.11.13 um 18:51:57:
Das hier lässt die Gesetzgebung inzwischen zu:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/155314

Interessant die Kommentare: viele Nichtraucher dabei, die das konsequent ablehnen. Die Stimmen, die nach echter Prohibition rufen, sind nahe null und werden dann auch feuerrot markiert.

Die Luft wird dünner für die Antis


Das ist in Österreich. Bei uns wäre das nicht zulässig.

Quote:
Ein Rauchverbot zum Schutz der Nichtraucher kann der Arbeitgeber nur unter Beachtung der Mitbestimmung des Betriebsrats (soweit vorhanden) für alle Betriebsräume erlassen, soweit nicht in Ausnahmefällen höherrangige Rechtsnormen oder behördliche Auflagen unmittelbar ein Rauchverbot fordern.

Der Arbeitgeber und der Betriebsrat sind allerdings nicht befugt, ein Rauchverbot mit der Zielsetzung zu vereinbaren, Arbeitnehmer von gesundheitsschädlichen Gewohnheiten abzubringen, weil sie damit ihre Regelungskompetenz überschreiten würden (vgl. hierzu Bundesarbeitsgericht [= BAG] – Az.: 1 AZR 499/98 - Urteil vom 19.01.1999). Denn in den Zuständigkeitsbereich des Betriebsrats fällt nicht die Erziehung des Rauchers zum Nichtraucher, sondern der Schutz der nichtrauchenden Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Gefährdungen und Belästigungen durch Passivrauchen.

Auch ein generelles Rauchverbot im Freien kann nicht mit dem Gesundheitsschutz der Nichtraucher begründet werden. Eine solche Betriebsvereinbarung wäre daher unwirksam.

Bei der Vereinbarung eines Rauchverbots muss der Arbeitgeber und der Betriebsrat die gem. § 75 Abs. 2 BetrVG (= Betriebsverfassungsgesetz) i.V.m. Art. 2 GG (= Grundgesetz) garantierte freie Entfaltung der Persönlichkeit aller im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer, also sowohl der Raucher als auch der Nichtraucher, beachten. Denn das Bundesarbeitsgericht hat ein Recht des Rauchers, im Betrieb dem Rauchen nachzugehen, ausdrücklich anerkannt. In dem vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall bestand auf einem Freigelände des Betriebes eine Rauchmöglichkeit, die unterbunden werden sollte.

Zu beachten ist deshalb, dass zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein vollständiges Rauchverbot auf dem gesamten Betriebsgelände nicht vereinbart werden kann. Ein solches würde die freie Entfaltung der Persönlichkeit der Raucher gem. Art. 2 Abs. l GG verletzen und wäre unwirksam. Daher sollte der Arbeitgeber im Zweifel den Rauchern eine „Rauchgelegenheit“ bzw. „Raucherzimmer“ zur Verfügung stellen, so dass Belästigungen und Passivrauchen der Nichtraucher vermieden werden.


http://www.ra-kotz.de/rauchen2.htm

Ob es in Ösiland zulässig ist, müßte man wohl auf dem Klageweg herauszufinden versuchen. Da das Unternehmen die Sache mit dem Nichtraucherschutz begründet, sehe ich hier durchaus Erfolgsaussichten.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Destruktor
God Member
****
Offline



Beiträge: 878
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 12.04.09
Geschlecht: männlich
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #5 - 12.11.13 um 14:26:57
Beitrag drucken  
Meinrad schrieb on 11.11.13 um 18:51:57:
Das hier lässt die Gesetzgebung inzwischen zu:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/155314

Interessant die Kommentare: viele Nichtraucher dabei, die das konsequent ablehnen. Die Stimmen, die nach echter Prohibition rufen, sind nahe null und werden dann auch feuerrot markiert.

Die Luft wird dünner für die Antis






Zitat :

Unternehmenssprecher Gert Pfleger betonte gegenüber österreichischen Medien, dass es Norske Skog bei der Durchsetzung des totalen Rauchverbots nur um die Gesundheit der Mitarbeiter und nicht um den Arbeitszeitverlust durch Zigarettenpausen gehe. Deshalb biete man den Mitarbeitern auch Programme an, die ihnen helfen sollen, ganz mit dem Rauchen aufzuhören.




Diese Entwicklung befürchte ich auch in meiner Firma.

Pseudo - Gutmenschen in der Geschäftsleitung und im Betriebsrat  wollen die Mitarbeiter umerziehen.

Wo bleiben die Rechte der Arbeitnehmer ?




http://www.heise.de/tp/blogs/8/155314
« Zuletzt geändert: 12.11.13 um 14:32:25 von Destruktor »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
RaucherHB
Administrator
*****
Offline


140

Beiträge: 1.866
Standort: Bremen
Mitglied seit: 08.09.07
Geschlecht: männlich
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #6 - 26.04.14 um 09:00:52
Beitrag drucken  
Quote:
Ein Mitarbeiter, der draußen Raucht, während er auf den Beginn der Besprechung wartet, oder darauf, dass sein PC ausgetauscht wird, macht eigentlich keine Pause, sondern ist in Bereitschaft. Diese Zeit müsste bezahlt werden


Da wird ein Alarm gemacht weil Raucher zu viel Arbeitszeit kosten und dann stellt man fest:

Quote:
Verwaltungs-Angestellte sind am unproduktivsten
von Yves Hollenstein - Laut einer aktuellen Studie verbringen wir 40 Prozent unserer Arbeitszeit mit unnötigen Dingen. Doch nicht in allen Berufen sind die Zustände gleich schlimm.


http://www.20min.ch/finance/news/story/21142398
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Werner Paul
Senior Member
*****
Offline


Leben und leben lassen

Beiträge: 1.214
Standort: BW
Mitglied seit: 15.06.06
Geschlecht: männlich
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #7 - 28.04.14 um 21:13:02
Beitrag drucken  
RaucherHB schrieb on 26.04.14 um 09:00:52:
Quote:
Ein Mitarbeiter, der draußen Raucht, während er auf den Beginn der Besprechung wartet, oder darauf, dass sein PC ausgetauscht wird, macht eigentlich keine Pause, sondern ist in Bereitschaft. Diese Zeit müsste bezahlt werden


Da wird ein Alarm gemacht weil Raucher zu viel Arbeitszeit kosten und dann stellt man fest:

Quote:
Verwaltungs-Angestellte sind am unproduktivsten
von Yves Hollenstein - Laut einer aktuellen Studie verbringen wir 40 Prozent unserer Arbeitszeit mit unnötigen Dingen. Doch nicht in allen Berufen sind die Zustände gleich schlimm.


http://www.20min.ch/finance/news/story/21142398


Die genannte "Studie" ist allerdings auch mal wieder ein Oberquatsch.
Wie "produktiv" war sie, diese Studie, denn? Wer zieht welchen Nutzen daraus?
Wann endlich gibt es eine oder mehrere Studien, die sich mit Sinn und Unsinn von Studien beschäftigen? Das wäre dann endlich mal etwas sinnvolles wenn auch völlig unproduktiv.
Viele Studienmacher merken einfach nicht, dass sie nicht richtig ticken.
  

Statistiken sind für Politiker wie Laternen für Säufer. Sie dienen mehr der Stütze, als der Erleuchtung.
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
Carolus Magnus
Senior Member
*****
Offline


Ich rauche und trinke
aus politischen Gründen.

Beiträge: 1.979
Standort: Schweiz
Mitglied seit: 09.06.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #8 - 28.04.14 um 22:49:35
Beitrag drucken  
Quote:
Unternehmenssprecher Gert Pfleger betonte gegenüber österreichischen Medien, dass es Norske Skog bei der Durchsetzung des totalen Rauchverbots nur um die Gesundheit der Mitarbeiter und nicht um den Arbeitszeitverlust durch Zigarettenpausen gehe. Deshalb biete man den Mitarbeitern auch Programme an, die ihnen helfen sollen, ganz mit dem Rauchen aufzuhören.


Was ist denn das für ein Rechtsverständnis?

Ob nun einer Pause auf dem Klo oder draußen in der frischen Luft macht ist Hans wie Heiri und lohnmäßig gleichwertig zu behandeln. Ich habe bisher nirgends in Europa diesbezügliche Arbeitsrechts-Revisionen gelesen.

Da ich nicht alle Sprachen Europas beherrsche, bitte ich um allfällig Korrekturen - die mich sehr interessieren würden, jedoch nach Napoleonischem Recht dennoch nicht rechtsgültig sein können. Einzig GB hat meines Wissens ein andres Rechtssystem...
« Zuletzt geändert: 28.04.14 um 22:54:54 von Carolus Magnus »  

www.sackstark.info - heute schon gelesen?
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
fitzcarraldo
God Member
****
Offline


Fluctuat nec mergitur

Beiträge: 605
Mitglied seit: 27.08.09
Geschlecht: männlich
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #9 - 29.04.14 um 13:23:04
Beitrag drucken  
Carolus Magnus schrieb on 28.04.14 um 22:49:35:
Was ist denn das für ein Rechtsverständnis?


Leibeigenschaft in Zeiten des Gutmenschentums.
  

Cast a cold eye
On life, on death.
Horseman pass by.
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Carolus Magnus
Senior Member
*****
Offline


Ich rauche und trinke
aus politischen Gründen.

Beiträge: 1.979
Standort: Schweiz
Mitglied seit: 09.06.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #10 - 29.04.14 um 15:14:34
Beitrag drucken  
fitzcarraldo schrieb on 29.04.14 um 13:23:04:
Carolus Magnus schrieb on 28.04.14 um 22:49:35:
Was ist denn das für ein Rechtsverständnis?


Leibeigenschaft in Zeiten des Gutmenschentums.


Evtl. auch Rechtsunsicherheit, die jedem wirtschaftlichen Tun eines Staates schadet.
  

www.sackstark.info - heute schon gelesen?
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
kopfraucht
Newbie
*
Offline


Hallo

Beiträge: 16
Mitglied seit: 22.10.12
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #11 - 27.08.14 um 12:23:12
Beitrag drucken  
Ich finde das ist ein recht strittiges Thema und es kommt in jedem Fall auch darauf an wie oft Raucherpausen gemacht werden.
Mit dem Gang zur Toilette kann man es meiner Meinung nach nicht vergleichen, das machen andere auch.
Ich als Raucher muss sagen, dass ich prinzipiell auf Arbeit so oft rauchen kann wie ich will, aber wenn überhaupt 2 Raucherpausen pro Tag einlege. In diesen Raucherpausen rede ich mit meinen Kollegen auch nicht über die Arbeit sondern wir quatschen oder ich genieße einfach meine Zigarette.
Klar, wenn man jemanden im Gang trifft wird gequatscht - aber das mache ich ja auch als Raucher.
Sicher kann man das ganze drehen wie man will, Fakt ist aber, dass es genau dann ungerecht wird wenn jemand dies extrem ausnutzt. Ich habe auch Mitarbeiter die 2 Mal pro Stunde raus gehen zum Rauchen aber auch Nichtraucher, die nur mit Teekasse usw. auf dem Gang zu sehen ist. Das wiederum ist auch nicht fair.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Dampflok
Full Member
***
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 261
Mitglied seit: 23.12.08
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #12 - 28.08.14 um 06:12:22
Beitrag drucken  
kopfraucht schrieb on 27.08.14 um 12:23:12:
Iaber auch Nichtraucher, die nur mit Teekasse usw. auf dem Gang zu sehen ist. Das wiederum ist auch nicht fair.



Deswegen halte ich das für Quatsch mit dem Verbot der Raucherpausen. Wer eine Pause machen will macht sie auf jeden Fall, auch als Nichtraucher!
Bei uns sind genügend Nichtraucher, die zweimal am Tag lange Kaffeepausen machen oder dauernd am Geschirrspülen sind.
  

"Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit."  - Marie von Ebner-Eschenbach
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 4.115
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #13 - 28.08.14 um 10:39:48
Beitrag drucken  
kopfraucht schrieb on 27.08.14 um 12:23:12:
Ich finde das ist ein recht strittiges Thema und es kommt in jedem Fall auch darauf an wie oft Raucherpausen gemacht werden.
Mit dem Gang zur Toilette kann man es meiner Meinung nach nicht vergleichen, das machen andere auch.
Ich als Raucher muss sagen, dass ich prinzipiell auf Arbeit so oft rauchen kann wie ich will, aber wenn überhaupt 2 Raucherpausen pro Tag einlege. In diesen Raucherpausen rede ich mit meinen Kollegen auch nicht über die Arbeit sondern wir quatschen oder ich genieße einfach meine Zigarette.
Klar, wenn man jemanden im Gang trifft wird gequatscht - aber das mache ich ja auch als Raucher.
Sicher kann man das ganze drehen wie man will, Fakt ist aber, dass es genau dann ungerecht wird wenn jemand dies extrem ausnutzt. Ich habe auch Mitarbeiter die 2 Mal pro Stunde raus gehen zum Rauchen aber auch Nichtraucher, die nur mit Teekasse usw. auf dem Gang zu sehen ist. Das wiederum ist auch nicht fair.


Die Rauchpausen sind entstanden, als - damals noch auf freiwilliger Basis (soviel zu der Behauptung, freiwillige Lösungen funktionierten nicht) - mit Rücksicht auf die Nichtraucher in Büros mit mehreren Mitarbeitern nicht mehr geraucht wurde.

Ich habe die "Vorher-Phase" an meinem ersten Arbeitsplatz nur knapp verpaßt. Es hat dort nur zwei oder drei Jahre gedauert, bis die ersten Nichtraucher angefangen haben, sich über die Rauchpausen zu beschweren.

Rückblickend finde ich: Man hätte daraufhin einfach wieder Aschenbecher in den Büros aufstellen sollen. Rücksichtnahme dankt einem leider kein Mensch.
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Destruktor
God Member
****
Offline



Beiträge: 878
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 12.04.09
Geschlecht: männlich
Re: Gedanken zum Rauchverbot am Arbeitsplatz!
Antwort #14 - 28.08.14 um 13:31:31
Beitrag drucken  
xila schrieb on 28.08.14 um 10:39:48:
kopfraucht schrieb on 27.08.14 um 12:23:12:
Ich finde das ist ein recht strittiges Thema und es kommt in jedem Fall auch darauf an wie oft Raucherpausen gemacht werden.
Mit dem Gang zur Toilette kann man es meiner Meinung nach nicht vergleichen, das machen andere auch.
Ich als Raucher muss sagen, dass ich prinzipiell auf Arbeit so oft rauchen kann wie ich will, aber wenn überhaupt 2 Raucherpausen pro Tag einlege. In diesen Raucherpausen rede ich mit meinen Kollegen auch nicht über die Arbeit sondern wir quatschen oder ich genieße einfach meine Zigarette.
Klar, wenn man jemanden im Gang trifft wird gequatscht - aber das mache ich ja auch als Raucher.
Sicher kann man das ganze drehen wie man will, Fakt ist aber, dass es genau dann ungerecht wird wenn jemand dies extrem ausnutzt. Ich habe auch Mitarbeiter die 2 Mal pro Stunde raus gehen zum Rauchen aber auch Nichtraucher, die nur mit Teekasse usw. auf dem Gang zu sehen ist. Das wiederum ist auch nicht fair.


Die Rauchpausen sind entstanden, als - damals noch auf freiwilliger Basis (soviel zu der Behauptung, freiwillige Lösungen funktionierten nicht) - mit Rücksicht auf die Nichtraucher in Büros mit mehreren Mitarbeitern nicht mehr geraucht wurde.

Ich habe die "Vorher-Phase" an meinem ersten Arbeitsplatz nur knapp verpaßt. Es hat dort nur zwei oder drei Jahre gedauert, bis die ersten Nichtraucher angefangen haben, sich über die Rauchpausen zu beschweren.

Rückblickend finde ich: Man hätte daraufhin einfach wieder Aschenbecher in den Büros aufstellen sollen. Rücksichtnahme dankt einem leider kein Mensch.






Bei mir war es so :

Ich habe in meiner Firma 27 Jahre lang ohne Probleme in 2 - Personen - Büros geraucht.

Nach der Entscheidung des VV, ein absolutes Rauchverbot in allen Gebäuden inklusive Balkone und Terrassen zu erlassen, mache ich "Raucherpausen".

Wer ist denn nun daran schuld, daß ich "Raucherpausen" mache (machen muß) ?     hä?
« Zuletzt geändert: 28.08.14 um 13:33:44 von Destruktor »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: [1] 2 3 
Thema versendenDrucken
 
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.    Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz OK