Normales Thema Die Sache mit dem Klapperstorch (Gelesen: 600 mal)
Querkopf
God Member
****
Offline


Dies ist durchaus ein
Drei-Pfeifen-Problem
...

Beiträge: 573
Mitglied seit: 19.11.12
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #7 - 10.03.16 um 08:31:55
Beitrag drucken  
...und es geht weiter mit dem Studien-Unfug:

"Diese zehn Lebensmittel machen so süchtig wie Drogen"

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/zehn-lebensmittel-die-suecht...

504 Personen wurden danach befragt, welche Lebensmittel bei ihnen am ehesten ein suchtähnliches Verhalten auslösen

Quote:
.... So gäbe es Ähnlichkeiten zwischen den Auswirkungen, die etwa der Konsum von Schokolade habe, und typischem Suchtverhalten....

Verarbeitete Lebensmittel machen besonders süchtig

....Wie sich zeigte, wurden vor allem verarbeitete Lebensmittel wie Chips als besonders suchtbildend empfunden....


Und die Qualitätspresse druckt das gerne ab......
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
RaucherHB
Administrator
*****
Offline


140

Beiträge: 1.862
Standort: Bremen
Mitglied seit: 08.09.07
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #6 - 09.03.16 um 22:39:45
Beitrag drucken  
Also wenn Weißbrot so schädlich ist, müssten die Einwohner südlicher Länder schon längst ausgestorben sein. In Spanien, Italien usw. findet man selten Schwarz- und Graubrot in den Läden. Deutsche Bäckereien bieten ja inzwischen Brotsorten an, wo man nicht weiß ob sie fürs Frühstück sind, oder ob man sie besser als Winterfutter für die Vögel auf den Balkon hängt. Durchgedreht
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
freiraucher
Administrator
*****
Offline


Wir sind der singende
tanzende Abschaum der
Welt

Beiträge: 1.150
Standort: Worms
Mitglied seit: 23.03.07
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #5 - 09.03.16 um 20:12:53
Beitrag drucken  
Immer diese Japaner.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Raucherhusten
Advanced Member
*****
Offline


Gott sei Dank bin ich
Atheist

Beiträge: 3.416
Standort: 90449 Nürnberg
Mitglied seit: 21.04.08
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #4 - 09.03.16 um 18:38:16
Beitrag drucken  
Laut lachend Laut lachend Laut lachend Laut lachend Laut lachend
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
RaucherHB
Administrator
*****
Offline


140

Beiträge: 1.862
Standort: Bremen
Mitglied seit: 08.09.07
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #3 - 09.03.16 um 18:09:14
Beitrag drucken  
Also japanische Ärzte sind mir sympathischer  Zwinkernd

  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
cogito
Administrator
*****
Offline


ergo sum

Beiträge: 1.645
Mitglied seit: 07.06.06
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #2 - 09.03.16 um 16:19:20
Beitrag drucken  
... und besonders auch auf dem Weissbrot!
  

"No passion so effectually robs the mind of all its powers of acting and reasoning as fear."

"The powers in charge keep us in a perpetual state of fear,"
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
shadu
Advanced Member
*****
Offline


MaryLong I smoke you

Beiträge: 3.622
Standort: Basel
Mitglied seit: 07.08.07
Geschlecht: männlich
Re: Die Sache mit dem Klapperstorch
Antwort #1 - 09.03.16 um 09:17:00
Beitrag drucken  
@magnitubel: Ich finde es gut das demnächst Krebslungen auf Cornflakes-Packungen zu sehen sind.  Durchgedreht
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
magnitubel
God Member
****
Offline


560

Beiträge: 765
Mitglied seit: 19.02.07
Die Sache mit dem Klapperstorch
09.03.16 um 09:09:39
Beitrag drucken  
Man könnte es fast schon für Satire halten, ich fürchte nur, es ist ernst gemeint.
Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass der Verzehr von Cornflakes, Weißbrot und Puffreis mit einem signifikant erhöhten Risiko einer Lungenkrebserkrankung einhergeht.

Quote:
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (GI) wie Weißbrot, Brötchen, Cornflakes oder Puffreis bedingen offenbar einen deutlichen Anstieg des Lungenkrebsrisikos. US-Wissenschaftler des University of Texas MD Anderson Cancer Center haben in einer aktuellen Untersuchung festgestellt, dass Personen mit besonders hoher Aufnahme solcher Lebensmittel ein 49 Prozent erhöhtes Risiko für Lungenkrebs im Vergleich zu Personen mit besonders niedrigem Verzehr derartiger Lebensmittel aufweisen...

...Die Ergebnisse enthüllen auch zum ersten Mal, dass der GI insbesondere in einigen Subgruppen, wie beispielsweise bei Personen, die nie geraucht haben, einen drastischen Anstieg des Lungenkrebsrisikos bedingt, so die Mitteilung des MD Anderson Cancer Center.

Quote:
Während beispielsweise bei den Rauchern in der höchsten GI-Gruppe das Risiko um 31 Prozent höher als in der untersten GI-Gruppe lag, hatten die Nichtraucher der höchsten GI-Gruppe ein fast doppelt so hohes Risiko zu verzeichnen wie die Nichtraucher die niedrigsten GI-Gruppe. Die Wirkung des Risikofaktors „GI“ sei in der Abwesenheit des dominanten Risikofaktors „Tabakkonsum“ offensichtlich stärker, so Xifeng Wu.

Aha, also wenn schon Cornflakes, dann auch bitte dazu rauchen...

Aber es wird noch besser:

Quote:
Besonders deutlich war der Zusammenhang zwischen dem GI und dem Lungenkrebsrisiko auch bei Personen, die ein geringeres Bildungsniveau aufwiesen. Wer weniger als 12 Jahre Ausbildung absolviert hatte, zeigte in der hohen GI-Gruppe ein um 77 Prozent erhöhtes Lungenkrebsrisiko gegenüber der niedrigsten GI-Gruppe. Bei den Personen mit mehr als 12 Jahren Ausbildung war das Risiko zwischen den beiden Gruppen hingegen nur um 33 Prozent erhöht. Das Bildungsniveau diente den Forschern nach eigenen Angaben als „Proxy für den sozioökonomischen Status“ der Probanden. Ein niedriger sozioökonomischer Status ist demnach mit deutlicheren Erhöhungen des Lungenkrebsrisikos bei Verzehr von Lebensmitteln mit hohem GI verbunden.

Wer doof ist, wird auch krank!

Und jetzt kommt die Sache mit dem Klapperstorch:
Quote:
In der aktuellen Studie konnten die Forscher nun einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem GI der verzehrten Lebensmittel und dem Lungenkrebsrisiko feststellen. Allerdings bleibe unklar, ob es sich hierbei um einen Kausalzusammenhang handelt, schreiben Melkonian und Kollegen.


Dass keine Kausalität nachgewiesen werden kann, hindert die Studienmacher übrigens nicht daran, Empfehlungen zur Ernährung auszusprechen:
Quote:
Zwar könnten keine spezifischen Ernährungsempfehlungen auf Grundlage der aktuellen Ergebnisse getroffen werden, doch schlagen die Autoren vor, für eine ausgewogene Ernährung den Verzehr von Nahrungsmitteln und Getränken mit hohem GI wie Weißbrot oder Brötchen, Cornflakes und Puffreis zu begrenzen, um das Risiko für Lungenkrebs und chronische Krankheiten zu senken. Beispiele für Lebensmittel mit niedrigem GI seien Vollkornbrot, Haferflocken und Nudeln.


Fazit:
Nix Genaues weiss man nicht, aber schön, dass wir mal drüber geredet haben.

Oder um den schweizer Arzt und Pianisten Christoph Deluze zu zitieren:
Quote:
Halten Sie Ihr zweigeteiltes Berufsmodell für nachahmenswert?
Sicher nicht! Das ist eine rein persönliche Angelegenheit. Es gibt sicher Leute, die mein Berufsmodell als «unprofessionell» einstufen. Ich sehe das anders: Medizin ist heutzutage keine absolute Wissenschaft, denn im grossen Ganzen ist das Rätsel des Lebendigen unerforscht. Daher bleibt Medizin eher eine Kunst, « l’art médical », die vor allem Kreativität, Empfindlichkeit und Einfühlungsvermögen erfordert – alles auch wichtige Eigenschaften für ein sinnvolles Ausüben der Medizin.
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
 
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.    Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz OK