Normales Thema Vorzeitige Todesfälle: Evergreen der Öko-Angstmacher (Gelesen: 472 mal)
Feuerstein
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Hallo

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Vorzeitige Todesfälle: Evergreen der Öko-Angstmacher
05.01.17 um 19:30:21
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Lesenswerter Artikel von Peter Heller bei Achgut
Quote:
Von Amts wegen aber gibt es eine klare Grenze. Und die liegt bei 75 Jahren. Wer dieses Alter erreicht, so sehen es die diversen Gesundheitsbehörden, der hat es geschafft. Der stirbt nicht vorzeitig. Alle anderen sind aus dieser Perspektive Opfer ihrer Lebensweise oder ihrer Umwelt. Das möchte der Staat nicht hinnehmen. Warum nicht, ist aus guten Gründen nirgends beschrieben. Denn der „vorzeitige Todesfall“ hat mit Fürsorge in Wahrheit nichts zu tun. Er ist lediglich ein Instrument zur Durchsetzung ideologischer Interessen.


http://www.achgut.com/artikel/vorzeitige_todesfaelle_der_evergreen_der_ko-angsma...
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Vorzeitige Todesfälle: Evergreen der Öko-Angstmacher
Antwort #1 - 05.01.17 um 22:33:34
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Hellers Texte sind generell erhellend.

Quote:
In Deutschland beispielsweise wird nicht einmal erhoben, ob ein an Lungenkrebs Verstorbener tatsächlich Raucher war, oder nicht.
  
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cogito
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ergo sum

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Re: Vorzeitige Todesfälle: Evergreen der Öko-Angstmacher
Antwort #2 - 06.01.17 um 07:45:31
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Ich weiss aus eigener Erfahrung aus meinem Umfeld (auch aus Einsicht in Krankheitsberichte), dass Ärzte in vielen Fällen nach dem Raucherstatus fragen, aber das allein ergibt keine verlässlichen Grundlagen für Statistiken. Wie lange, wie viel, wie oft, seit wann; solche quantitativen Daten werden nicht erfasst und nicht schriftlich weitergegeben, da heißt es dann einfach "Raucher". 
  

"No passion so effectually robs the mind of all its powers of acting and reasoning as fear."

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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re: Vorzeitige Todesfälle: Evergreen der Öko-Angstmacher
Antwort #3 - 06.01.17 um 13:06:05
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Woher hat Heller das Anheben der Grenze für Todesfälle, die als vorzeitig gelten, auf 75 Jahre? Bei gbe-bund.de sind die vorzeitigen Todesfälle nach wie vor in den Varianten "bis 65" oder "bis 70" Jahre angegeben.

Fürs Protokoll ein bißchen über das, was ich dieser Statistik entnehmen konnte: 2014 starben ca. 186.000 Menschen vorzeitig, wenn man "bis 70" zugrundelegt und die Säuglingssterblichkeit dabei ausklammert, davon 75.000 an Krebs und 40.000 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das sind ein bißchen über 20 % aller Sterbefälle (ca. 868.000), ein Drittel aller Krebsfälle (ca. 230.000 für alle Altersgruppen), aber nur 12 % aller Todesfälle an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ca. 338.000 für alle Altersgruppen).

Aufgeschlüsselt nach Geschlechtern: 120.000 Männer (43.000 Krebs/29.000 Herz-Kreislauf = 60 Prozent aller vorzeitig Verstorbenen) und 66.000 Frauen (32.000 Krebs/11.000 Herz-Kreislauf = ca. 66 Prozent).

Verlorene Lebensjahre je 100.000 Einwohner: 1140. Verlorene Lebensjahre je vorzeitig Verstorbener im Durchschnitt: ca. 12, wobei sowohl Krebs als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit knapp über 10 unter diesem Durchschnitt liegen. Zum Vergleich: Wer an Verletzungen, Vergiftungen und anderen äußeren Ursachen vorzeitig verstirbt, der verliert im Durchschnitt ca. 23 Lebensjahre. 


Aber Heller untertreibt eigentlich dennoch, denn in Wirklichkeit gilt ja jeder Todesfall in egal welchem Alter als vermeidbar, wenn die sogenannten Experten sicher sind, der Verstorbene hätte ihn vermeiden können, wenn er nur nicht geraucht, gegessen, Alkohol getrunken oder gefaulenzt hätte. Auch mit 90 hat der Mensch aus dieser Sicht eine moralische Verpflichtung, alles zu tun, um sein Leben auf das höchstmögliche Maximum auszudehnen. Und sei es auch nur eine Verlängerung um ein paar Tage.


« Zuletzt geändert: 06.01.17 um 18:55:09 von xila »  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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