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Feuerstein
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Planta - Mac Baren übernimmt die Planta-Marken
12.09.19 um 16:08:53
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Die Tabakzeitung berichtet heute

Quote:
Mac Baren übernimmt die Planta-Marken
Produktion in Dänemark / Deutscher Vertrieb weiterhin über Unitas in Berlin

BERLIN // Für die Planta-Geschäftsführer Nils Obermann und Lukas Stiller war es ein schwerer, aber überlegter Schritt: Nach 63 Jahren erfolgreicher Firmengeschichte hat das Familienunternehmen in dritter Generation die Tabakherstellung in Berlin Ende August eingestellt. Die bedeutenden Marken des traditionsreichen Portfolios der Planta Tabak-Manufaktur wurden von Mac Barren Tobacco übernommen.


Und wenn wir nach den Gründen suchen, wird schnell klar, dass "...und den ständig wachsenden Anforderungen durch die Verschärfung der Tabakrichtlinie haben wir die Entscheidung getroffen, uns aus der Tabakproduktion zurückzuziehen“, erklärt Obermann."

Über die wird auch auf der Internetseite berichtet http://www.planta-tabak.de/ueber-uns/2/ Quote:
Das Jahr 2016…
ist geprägt von der Umsetzung der EU-Richtlinie „TPD2“ in nationales Recht. Rechtssicherheit besteht erst seit dem 18.03.16 (Bundesrat), wobei der  Stichtag für das Inkrafttreten auf den 20.05.2016 fällt – womit real ein Zeitraum von acht Wochen bleibt, um wirklich einschneidende Veränderungen umzusetzen. Viele werden sagen, die EU habe das Gesetz bereits 2014 verabschiedet und man hätte doch… Nein. Ohne Rechtssicherheit kann man nicht. Selbst die EU hat noch Mitte Februar 2016 eine Durchführungsbestimmung erlassen: Es ging „nur“ um die Änderung von Satzzeichen in den Texten der Warnhinweise. Aber man stelle sich bitte vor, PLANTA hätte zu dem Zeitpunkt bereits alle neuen Layouts bei den Verpackungsherstellern in Auftrag gegeben und hätte sie im Anschluss wieder vernichten müssen. So etwas kann für ein mittelständisches Familienunternehmen ganz schnell ein Riesenproblem werden. Und leider ist auch mittelständisches Unternehmen nicht gleich mittelständisches Unternehmen. Es geht letztendlich darum, wie viele verschiedene Verpackungen neu gestaltet werden müssen. Und das sind bei Planta – ähnlich wie bei den Zigarrenherstellern – nun einmal mehrere Hundert Formate und nicht nur immer ein und das gleiche Zigarettenschachtelformat. Ebenso komplex ist die maschinentechnische Seite. Ein Beispiel: Dank der Größe der rollierenden Warnhinweise auf der Rückseite von Pouchpackungen, musste die Überschlaglasche verlängert werden, um ihn TPD2-konform unterzubringen. Das bedeutet einerseits, dass unser Verpackungslieferant seine Maschinen umbauen musste und andererseits, dass wir unsere Abpackmaschinen umbauen lassen müssen, damit die dann längere Pouchpackung überhaupt eingesetzt werden kann.


Und von dem T&T Bürokratie-ABM-Monster...

Was bleibt übrig - eine Vertriebsfirma "Unitas Tabakfabrik GmbH" - und der Verlust von ca. 120 Arbeitsplätzen bei Planta.
« Zuletzt geändert: 12.09.19 um 16:09:42 von Feuerstein »  
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