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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Corona (Gelesen: 9.709 mal)
shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Corona
Antwort #15 - 06.04.20 um 21:57:42
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https://tinyurl.com/rw993xe

Coronavirus: 1,3 Milliarden Raucher müssen aufhören, um das COVID-19-Risiko zu verringern
Die Zigarettenindustrie wird aufgefordert, die Tabakherstellung einzustellen, da laut einer Studie Raucher mit COVID-19 häufiger schwer krank sind.


Bla, Bla, Bla !!!


Professor John Newton, Gesundheitsdirektor von Public Health England, sagte: "Es gab noch nie einen wichtigeren Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur für Ihre eigene Gesundheit, sondern auch für den Schutz Ihrer Mitmenschen."

Schnell noch aufs Trittbrett aufsteigen bevor alles vorüber ist !





  
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Corona
Antwort #16 - 06.04.20 um 21:59:40
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xila schrieb on 06.04.20 um 16:19:47:
Sehr vernünftig:

Quote:
Smoking and coronavirus – tobacco sales soar worldwide as experts urge ‘now is the moment to stop’


https://www.euroweeklynews.com/2020/04/05/smoking-and-coronavirus-tobacco-sales-...


Ich habe auch gehamstert ! Man weiss ja nie !
  
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Feuerstein
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Hallo

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Re: Corona
Antwort #17 - 06.04.20 um 22:00:04
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Meck-Pomm hat die Vorschriften für den Tabakverkauf "nachgebessert":

SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung –SARS-CoV-2-BekämpfV) vom 3. April 2020

Quote:
§ 1 Nicht  betroffen  von  den  Schließungen  sind:......Tabak-und Genusswaren...


https://www.regierung-mv.de/static/Regierungsportal/Ministerpr%C3%A4sidentin%20u...
  
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xila
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Re: Corona
Antwort #18 - 07.04.20 um 19:30:35
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shadu schrieb on 06.04.20 um 21:57:42:
https://tinyurl.com/rw993xe

Coronavirus: 1,3 Milliarden Raucher müssen aufhören, um das COVID-19-Risiko zu verringern
Die Zigarettenindustrie wird aufgefordert, die Tabakherstellung einzustellen, da laut einer Studie Raucher mit COVID-19 häufiger schwer krank sind.


Bla, Bla, Bla !!!


Professor John Newton, Gesundheitsdirektor von Public Health England, sagte: "Es gab noch nie einen wichtigeren Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur für Ihre eigene Gesundheit, sondern auch für den Schutz Ihrer Mitmenschen."

Schnell noch aufs Trittbrett aufsteigen bevor alles vorüber ist !




Das ist ganz interessant. Die Tabakkontrolle war einige Tage lang in einer Art Schockstarre. Inzwischen scheinen sie sich auf eine Strategie geeinigt zu haben, und die basiert auf der Annahme, daß jetzt, wo so viele unerhörte Maßnahmen von Regierungen durchgesetzt werden, auch sie etwas von diesem Kuchen abbekommen könnten.

Mir kam aber ein ganz anderer Gedanke:

In den USA fragen sich nämlich gerade alle Krankenhäuser, wo zum Teufel sie mehr Pflegepersonal für den zu erwartenden Peak der Infektionswelle auftreiben sollen, der im US-Durchschnitt für nächste Woche erwartet wird. Ich hätte da nämlich einen Vorschlag: Sie sollen all die rauchenden Pflegekräfte einstellen, die sie mit ihrer "Smokers need not apply"-Politik aus der Branche rausgebissen haben.

Wenn man die Tabakkontrolle fragen würde, ist natürlich klar, daß die lieber Tausende von (überwiegend nichtrauchenden) Patienten verrecken lassen würden, als sich mit dem Wiedereinzug der Raucher in Pflegeberufen abzufinden. Aber niemand muß diese Leute fragen. Das sollten die Kliniken ja wohl alleine entscheiden können.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Corona
Antwort #19 - 08.04.20 um 13:56:55
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Corona
Antwort #20 - 08.04.20 um 15:32:01
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shadu schrieb on 06.04.20 um 21:57:42:
https://tinyurl.com/rw993xe

Coronavirus: 1,3 Milliarden Raucher müssen aufhören, um das COVID-19-Risiko zu verringern
Die Zigarettenindustrie wird aufgefordert, die Tabakherstellung einzustellen, da laut einer Studie Raucher mit COVID-19 häufiger schwer krank sind.


Bla, Bla, Bla !!!


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Und schon sind die nächsten Trittbrettfahrer unterwegs ! Corona sei dank !

https://www.bild.de/auto/mobilitaet-reisen-motorrad/mobilitaet-und-mehr/wegen-co....

  
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Feuerstein
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Hallo

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Re: Corona
Antwort #21 - 09.04.20 um 12:46:55
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Quote:
Statistik-Kunde wider den Horror

Die Corona-Panik lebt auch davon, dass die Panikmacher und -gemachten die zugehörigen Zahlen nicht verstehen. Oder im Fall der Panikmacher mit Absicht falsch verwenden. Ein bisschen Statistik-Kunde hilft gegen die tägliche Horrormeldung. Übrigens: Die letztendliche Sterblichkeitsrate bleibt auch unter Bundeskanzlerin Merkel weiter exakt 100 Prozent.


Walter Krämer hierzu bei Achgut:
https://www.achgut.com/artikel/statistik_kunde_wider_den_horror

Irgendwie erinnert mich das an die Diskussionen über die angeblichen 3.301 Passivtoten...
  
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ChristophL
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Re: Corona
Antwort #22 - 09.04.20 um 22:54:30
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Quote:
Das Virus lauert als unsichtbarer Killer im Friseurgeschäft, in der Schule und der Kneipe. Und hinter einem in der Supermarktschlange. Dreh dich nicht um, das Corona geht um. Diesmal ist es nicht das CO2, das die Menschheit umbringt. Oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. Oder der Umgebungsbrauch.
[...]
Der Gesundheit soll sich alles unterordnen. Nicht nur bei der Ernährungs- oder Tabakpolitik, wo Kritiker schon lange eine Tendenz zur „Gesundheitsdiktatur“ diagnostizieren, sondern jetzt gleich das gesamte Alltags- und Wirtschaftsleben.


https://www.novo-argumente.com/artikel/deutschland_soll_auf_sein
  
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Re: Corona
Antwort #23 - 10.04.20 um 15:15:49
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So, jetzt gibt es die erste Studie aus Deutschland, und zwar betrifft sie die ersten im Klinikum Aachen im Februar/März teils direkt, teils aus anderen Kliniken eingelieferten Corona-Patienten.

Unter 50 stationären Patienten (33 Männer, 17 Frauen, also grob gesagt 2 Drittel Männer, ein Drittel Frauen), davon 24 mit und 26 ohne künstliche Beatmung (aber mit Sauerstoffgabe), mittleres Alter 65 Jahre, waren 3 Raucher und 5 Exraucher.

Das entspricht einem Anteil von 6 % aktiver Raucher plus 10 % Exraucher.

Keiner der drei Raucher mußte intubiert werden. Diese Aussage ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, weil wohl mehrere Patienten (bzw. deren Angehörige) künstliche Beatmung schlicht verweigert haben.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/213454

Für einen Näherungswert, wie viele Raucher es eigentlich hätten sein müssen, damit das Risiko zwischen Rauchern und Nichtrauchern gleich verteilt ist:

Der Anteil der Raucher in der Altersgruppe 65-70 beträgt bei Frauen 14,7 % und bei Männern 18,8 %.

Der Anteil der Exraucher in derselben Altersgruppe beträgt bei Frauen 21,3 % und bei den Männer 36,3 %

(Stand: 2017)

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Gesundheitszust...

Was ich ganz interessant finde:

Noch am 6. März warnte der Leiter der Notaufnahme dieser Klinik, einer der Autoren dieser Studie, vor "Corona-Hysterie": https://www.grenzecho.net/32476/artikel/2020-03-06/aachener-notaufnahme-chef-war...

Keine drei Wochen später sah das der Leiter der Pneumologie derselben Klinik völlig anders: https://www.youtube.com/watch?v=X7vVhKKl_p4

Wenn ich mir jetzt diese Studie anschaue: von den 50 Patienten sind 8 als geheilt entlassen worden, 7 sind verstorben, und 35 werden nach wie vor stationär behandelt, der Ausgang dürfte bei manchen also noch offen sein.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, daß 10 % aller Infizierten im Krankenhaus landen und mindestens 14 % von diesen - wie im vorliegenden Fall - sterben, komme ich auf 1,4 Prozent Todesfälle unter allen Infizierten.

Gut, die Studienteilnehmer dürften nicht repräsentativ sein. Und die 10 % sind letztlich auch nicht gesichert, sondern eine Zahl, die stimmen kann oder auch nicht.


« Zuletzt geändert: 10.04.20 um 19:30:11 von xila »  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Re: Corona
Antwort #24 - 10.04.20 um 18:32:12
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ChristophL schrieb on 09.04.20 um 22:54:30:
Quote:
Das Virus lauert als unsichtbarer Killer im Friseurgeschäft, in der Schule und der Kneipe. Und hinter einem in der Supermarktschlange. Dreh dich nicht um, das Corona geht um. Diesmal ist es nicht das CO2, das die Menschheit umbringt. Oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. Oder der Umgebungsbrauch.
[...]
Der Gesundheit soll sich alles unterordnen. Nicht nur bei der Ernährungs- oder Tabakpolitik, wo Kritiker schon lange eine Tendenz zur „Gesundheitsdiktatur“ diagnostizieren, sondern jetzt gleich das gesamte Alltags- und Wirtschaftsleben.


https://www.novo-argumente.com/artikel/deutschland_soll_auf_sein



Es ist ein Riesenproblem, daß wir so an Dramatisierungen und maßlose Übertreibungen gewöhnt worden sind, wenn es um Gesundheitsgefahren geht. Wenn sie jetzt wieder rufen "Der Wolf kommt", liegt es nahe, das wieder für eine Dramatisierung zu halten.

Nur, diesmal ist es keine. Exponentielles Wachstum wird von vielen unterschätzt. Von mir nicht.

Außerdem kann ich rechnen, und das offenbar im Gegensatz zu den meisten anderen (egal, ob sie in dieser Sache pro oder contra sind). Ich weiß, wieviel "nur 1 %" von 82 Millionen ergibt. Oder "nur 0,5 %" von 82 Millionen. Oder auch "sogar nur 0,2 bis 0,3 %" von 82 Millionen, wie das neuerdings etwa von Jakob Augstein kolportiert wird (überprüft habe ich das allerdings nicht auf sachliche Richtigkeit). Auch 0,2 % sind nämlich noch 164.000 Tote.

Und diese Todesfälle gibt es dann auch nicht bequem über ein Jahr verteilt, wie einem das gerne durch einschlägige Statistiken suggeriert wird, sondern ca. 90 Prozent davon innerhalb von ungefähr vier Wochen.

Was nämlich auch gerne übersehen wird, ist der Faktor Zeit, der in diesem Fall ein rasend schnelles Geschehen bedeutet, bei dem ein Tag hin oder her das Bild jedes Mal deutlich verändert. In China lagen zwischen Infektion und Tod knapp drei Wochen. Die meisten Infektionen hätte es ohne einen Shutdown aber erst in der letzten und in dieser Woche gegeben, danach wäre die Zahl der Neuinfektionen wieder zurückgegangen, weil dann der Großteil der Bevölkerung schon infiziert gewesen wäre. Mit einer Zeitverzögerung von ein bis zwei Wochen wären ca. 10 % der jetzt Neuinfizierten dann in den Krankenhäusern gelandet. Einen Mai wie den, den wir dann geboten bekommen hätten, möchte ICH nicht erleben. Auch dann nicht, wenn ich mich für vergleichsweise wenig gefährdet halte.

Mit dem Shutdown ist es aber nur zu einem Bruchteil an Infektionen gekommen. Und das ist auch gut so. Ich würde das wahrscheinlich anders sehen, wenn es gute Behandlungsmethoden und/oder einen Impfstoff gäbe, aber beides ist ja erst in Arbeit.

Was ich ganz spannend finde, ist meine Einsicht, daß die Bundesregierung ihre "diktatorischen" Maßnahmen ziemlich perfekt getimt hat, um die bestmögliche Wirkung mit ihnen zu erreichen. Und perfektes Timing bedeutete in diesem Fall nicht Wochen, sondern Tage.

Aus Epidemiologensicht war sie nämlich viel zu spät dran. Der Kekulé hat eine Schließung der Schulen schon 14 Tage früher gefordert.

Aber andererseits war sie, ich glaube, mittlerweile kann man das halbwegs sicher sagen, früh genug dran, um Dramen in Krankenhäusern zu vermeiden, wie sie nicht nur aus Italien, Spanien und Frankreich, sondern mittlerweile auch UK bekannt geworden sind. UK ist ein besonders interessanter Fall, weil dort ja zunächst ja eine ganz andere Strategie geplant war. Aber Johnson hat dann einige Tage nach dem Großteil der anderen europäischen Länder sehr abrupt umgesteuert, offenbar, weil der papierne Plan, auf Basis dessen er das entschieden hatte, die heraufziehende Realität nicht so wiedergegeben hatte, wie sie ihm dann auf einmal, innerhalb weniger Tage hin oder her, ins Gesicht starrte.

Hätte die Bundesregierung die von Kekulé und anderen Epidemiologen geforderten Maßnahmen sofort nach den ersten Forderungen umgesetzt, hätte sie vermutlich brachiale Gewalt anwenden müssen, um sie durchzusetzen, weil in diesem noch so harmlos wirkenden Stadium niemand sie eingesehen hätte, und genau deshalb wäre der daraus entstehende gesellschaftliche Flurschaden wahrscheinlich so groß ausgefallen, daß die vermiedenen Todesfälle (um die 2000, würde ich sagen, aber das ist mehr oder weniger aus dem Kaffeesatz gelesen) den nicht wettgemacht hätten. Aber hätte sie auch nur eine Woche länger gewartet, wären wir in die gleiche Situation gekommen, wie sie die Briten jetzt erleben.

Sofern ab dem 20.4. ein vernünftiges schrittweises Zurückfahren der Maßnahmen erfolgt, bin ich mit allem einverstanden, was in Sachen Corona geschehen ist, auch wenn sicherlich nicht jedes Detail perfekt war. Für eine schnell zusammenimprovisierte Lösung war sie meiner Meinung nach nicht übel.

Aber außerdem wünsche ich mir, daß man daraus für die Zukunft etwas lernt. Meiner Meinung nach wäre es nämlich ziemlich leicht möglich gewesen, frühzeitig gegenzusteuern, und dafür könnte man für die Zukunft Routinen entwickeln. Ein Schlüssel wären zum Beispiel Gesundheitskontrollen von Einreisenden, die direkt oder über Umwege aus Gebieten mit Infektionskrankheiten kommen. Wie kann das beispielsweise sein, daß immer noch Flüge aus China und Iran nach Deutschland möglich waren, als hier die Schulen schon geschlossen worden waren, ohne daß die Einreisenden in Quarantäne mußten?
« Zuletzt geändert: 10.04.20 um 19:25:18 von xila »  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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MaryLong I smoke you

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Re: Corona
Antwort #25 - 11.04.20 um 13:39:24
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xila schrieb on 10.04.20 um 15:15:49:
So, jetzt gibt es die erste Studie aus Deutschland, und zwar betrifft sie die ersten im Klinikum Aachen im Februar/März teils direkt, teils aus anderen Kliniken eingelieferten Corona-Patienten.

Unter 50 stationären Patienten (33 Männer, 17 Frauen, also grob gesagt 2 Drittel Männer, ein Drittel Frauen), davon 24 mit und 26 ohne künstliche Beatmung (aber mit Sauerstoffgabe), mittleres Alter 65 Jahre, waren 3 Raucher und 5 Exraucher.

Das entspricht einem Anteil von 6 % aktiver Raucher plus 10 % Exraucher.

Keiner der drei Raucher mußte intubiert werden. Diese Aussage ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, weil wohl mehrere Patienten (bzw. deren Angehörige) künstliche Beatmung schlicht verweigert haben.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/213454

Für einen Näherungswert, wie viele Raucher es eigentlich hätten sein müssen, damit das Risiko zwischen Rauchern und Nichtrauchern gleich verteilt ist:

Der Anteil der Raucher in der Altersgruppe 65-70 beträgt bei Frauen 14,7 % und bei Männern 18,8 %.

Der Anteil der Exraucher in derselben Altersgruppe beträgt bei Frauen 21,3 % und bei den Männer 36,3 %

(Stand: 2017)

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Gesundheitszust...

Was ich ganz interessant finde:

Noch am 6. März warnte der Leiter der Notaufnahme dieser Klinik, einer der Autoren dieser Studie, vor "Corona-Hysterie": https://www.grenzecho.net/32476/artikel/2020-03-06/aachener-notaufnahme-chef-war...

Keine drei Wochen später sah das der Leiter der Pneumologie derselben Klinik völlig anders: https://www.youtube.com/watch?v=X7vVhKKl_p4

Wenn ich mir jetzt diese Studie anschaue: von den 50 Patienten sind 8 als geheilt entlassen worden, 7 sind verstorben, und 35 werden nach wie vor stationär behandelt, der Ausgang dürfte bei manchen also noch offen sein.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, daß 10 % aller Infizierten im Krankenhaus landen und mindestens 14 % von diesen - wie im vorliegenden Fall - sterben, komme ich auf 1,4 Prozent Todesfälle unter allen Infizierten.

Gut, die Studienteilnehmer dürften nicht repräsentativ sein. Und die 10 % sind letztlich auch nicht gesichert, sondern eine Zahl, die stimmen kann oder auch nicht.



Interessant, hatte ein Gespräch auf Facebook mit einer mir fremden Person (Es ging um Corona-Fälle Schweiz)  er sagte nebenbei:

(2% von ihren 24.000 sind 480. Und diese 480 sind insgesamt nicht aktuell. Heisst einige sind entweder gestorben oder genesen.
Dazu kommt noch das von den 24.000 knapp 10.000 genesen sind also sind es aktuell 14.000 infizierte von den 14.000 sind 2% risikopatient en.
Das heisst aber noch lange nicht das die alle im kritischen Zustand sind.

Z.B mein Vater. Starker Raucher fast 70 Jahre nur noch 40% lungenvolumen der Rest ist tot.
Hatte Corona ohne auch nur die leichtesten Symptome nicht mal einen lungenschaden.
  
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Re: Corona
Antwort #26 - 11.04.20 um 14:05:57
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shadu schrieb on 11.04.20 um 13:39:24:
[quote author=7D6C6964050 link=1584387380/23#23 date=1586531749]
Interessant, hatte ein Gespräch auf Facebook mit einer mir fremden Person (Es ging um Corona-Fälle Schweiz)  er sagte nebenbei:

(2% von ihren 24.000 sind 480. Und diese 480 sind insgesamt nicht aktuell. Heisst einige sind entweder gestorben oder genesen.
Dazu kommt noch das von den 24.000 knapp 10.000 genesen sind also sind es aktuell 14.000 infizierte von den 14.000 sind 2% risikopatient en.
Das heisst aber noch lange nicht das die alle im kritischen Zustand sind.

Z.B mein Vater. Starker Raucher fast 70 Jahre nur noch 40% lungenvolumen der Rest ist tot.
Hatte Corona ohne auch nur die leichtesten Symptome nicht mal einen lungenschaden.


Den Ergebnissen aus China hatte ich noch nicht vollständig über den Weg getraut, aber da jetzt in den USA und in Deutschland vergleichbare Verteilungen zwischen Rauchern und Nichtrauchern herausgekommen sind, gehe ich davon aus, daß Rauchen tatsächlich ein Schutzfaktor ist und sich das überall auf der Welt in gleicher Weise ergeben wird, falls das Kriterium "Rauchen" mituntersucht wird.

Was aber ebenfalls interessant ist: Auch Exraucher sind in ungefähr gleicher Weise geschützt.

Ich würde gerne wissen, ob dasselbe auch für Dampfer gilt. Je nachdem, ob das der Fall ist oder nicht, ließen sich Rückschlüsse ziehen, wie diese Schutzwirkung entsteht.


  

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Re: Corona
Antwort #27 - 12.04.20 um 12:36:49
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xila schrieb on 10.04.20 um 18:32:12:
Es ist ein Riesenproblem, daß wir so an Dramatisierungen und maßlose Übertreibungen gewöhnt worden sind, wenn es um Gesundheitsgefahren geht. Wenn sie jetzt wieder rufen "Der Wolf kommt", liegt es nahe, das wieder für eine Dramatisierung zu halten.

Nur, diesmal ist es keine. Exponentielles Wachstum wird von vielen unterschätzt. Von mir nicht.

[...]

Sofern ab dem 20.4. ein vernünftiges schrittweises Zurückfahren der Maßnahmen erfolgt, bin ich mit allem einverstanden, was in Sachen Corona geschehen ist, auch wenn sicherlich nicht jedes Detail perfekt war. Für eine schnell zusammenimprovisierte Lösung war sie meiner Meinung nach nicht übel.

[...]




Meine Einschätzung ist eine andere. Wer Panik bei Passivrauchen, Dieseltoten und Klima verbreitet, muss bei realen Toten erst recht eskalieren. Corona scheint ein größeres Problem zu sein als die Schweinegrippe oder eine normale Influenza, so dass Maßnahmen gerechtfertigt sind - aber doch nicht so extreme, als hätten wir Krieg oder Ebola. Auf Dauer stellen die Nebenwirkungen die angebliche Hauptwirkung in den Schatten. Wozu braucht man Klopapier, wenn man sich mit dem Grundgesetz den Hintern abwischt?
« Zuletzt geändert: 12.04.20 um 12:38:46 von ChristophL »  
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Re: Corona
Antwort #28 - 12.04.20 um 14:59:39
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ChristophL schrieb on 12.04.20 um 12:36:49:
xila schrieb on 10.04.20 um 18:32:12:
Es ist ein Riesenproblem, daß wir so an Dramatisierungen und maßlose Übertreibungen gewöhnt worden sind, wenn es um Gesundheitsgefahren geht. Wenn sie jetzt wieder rufen "Der Wolf kommt", liegt es nahe, das wieder für eine Dramatisierung zu halten.

Nur, diesmal ist es keine. Exponentielles Wachstum wird von vielen unterschätzt. Von mir nicht.

[...]

Sofern ab dem 20.4. ein vernünftiges schrittweises Zurückfahren der Maßnahmen erfolgt, bin ich mit allem einverstanden, was in Sachen Corona geschehen ist, auch wenn sicherlich nicht jedes Detail perfekt war. Für eine schnell zusammenimprovisierte Lösung war sie meiner Meinung nach nicht übel.

[...]




Meine Einschätzung ist eine andere. Wer Panik bei Passivrauchen, Dieseltoten und Klima verbreitet, muss bei realen Toten erst recht eskalieren. Corona scheint ein größeres Problem zu sein als die Schweinegrippe oder eine normale Influenza, so dass Maßnahmen gerechtfertigt sind - aber doch nicht so extreme, als hätten wir Krieg oder Ebola. Auf Dauer stellen die Nebenwirkungen die angebliche Hauptwirkung in den Schatten. Wozu braucht man Klopapier, wenn man sich mit dem Grundgesetz den Hintern abwischt?


Deine Einschätzung basiert auf der Annahme, daß das Hauptproblem die finsteren Pläne sind, die hinter den Maßnahmen stehen oder jedenfalls stehen könnten, und damit irrst du dich. Sogar dann, wenn es diese finsteren Pläne geben sollte (was ich bezweifle, so chaotisch, wie die Sache ablief, war es eine Serie von Ad-hoc-Entscheidungen), ist das Hauptproblem die exponentielle Zunahme der Infektionen, die - nach einer längeren Phase, in der alles harmlos bis beherrschbar wirkt - innerhalb weniger Tage zu einer so enorm hohen Zahl von Infektionen und mit geringer Zeitverzögerung von ein bis zwei Wochen zu einer Zahl von Schwerkranken führt, der die Krankenhäuser beim besten Willen nicht mehr gewachsen sein können, daß, was die praktische Wirkung betrifft, tatsächlich genausogut Ebola oder die Pest ausgebrochen sein könnte.

Das Hauptproblem ist in dem Fall selbstverständlich die Pest. Dazu muß man noch nicht mal in Panik geraten, es reicht eine ganz unemotionale Analyse der eigenen Prioritäten.

Übrigens habe ich die meisten Pressekonferenzen des RKI wie auch diverser Politiker komplett gesehen und kann mich nicht daran erinnern, daß dabei Panik verbreitet worden wäre.



***

Der deutlich überhöhte Anteil an Nichtrauchern bzw. lebenslangen Nichtrauchern im Vergleich zu Rauchern bzw. Rauchern und Exrauchern bei schwereren Corona-Verläufen ist inzwischen aus zwei weiteren Quellen nachgewiesen:

- Frankreich: https://fr.calameo.com/read/0062175782dac24c23c92 (S. 70)
- New York City: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.08.20057794v1.full.pdf

Damit kommen wir allmählich in einen Bereich so hoher Sicherheit, daß hier keine verzerrenden Faktoren mehr in die Irre führen können, daß es mir legitim scheint, die Falschinformationen der Tabakkontroll-Freaks über die angeblich höhere Gefährdung von Rauchern, verbunden mit Propaganda für ihre Rauchstopp-Programme im Bereich der Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit anzusiedeln.

  

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Re: Corona
Antwort #29 - 12.04.20 um 20:13:08
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Ich sprach nicht von finsteren Plänen, xila. Sondern davon, dass der jetzige Zustand den Politikern und Bürokraten zu sehr nützt und deshalb ja auch das Ziel der Maßnahmen schleichend verschoben wird, um den Ausnahmezustand aufrechtzuerhalten.
Aber es bringt nichts, das hier auszudiskutieren. Wir sollten bei den hier unmittelbar relevanten Aspekten bleiben.

In diesem Zusammenhang danke für die neuerlichen Informationen. Unser neuer Beitrag zum Thema ist eben auf der Website erschienen, da konnte das noch nicht berücksichtigt werden. Künftig aber schon.
« Zuletzt geändert: 12.04.20 um 20:13:36 von ChristophL »  
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