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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Corona (Gelesen: 12.591 mal)
xila
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Re: Corona
Antwort #210 - 09.08.20 um 19:04:38
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Inzwischen habe ich total den Faden verloren, was es alles an Studien gibt, aber es sind SEHR viele.

Ein paar, die etwas Aufmerksamkeit verdient haben:

Diese Studie aus UK umfaßt nicht nur eine große Patientenzahl, hier wurde auch eine interessante Dosis-Wirkungs-Beziehung festgestellt: Das Risiko sowohl für die Infektion als solche als auch für die Notwendigkeit der Beatmung war umso geringer, je mehr jemand geraucht hat.

https://heart.bmj.com/content/heartjnl/early/2020/07/31/heartjnl-2020-317393.ful
l.pdf

Auch bei der Forschungsfrage, ob Covid-19 das Schlaganfallrisiko erhöht, waren die Raucher unter den 432 untersuchten Betroffenen aus aller Welt dem Augenschein nach leicht unterrepräsentiert, obwohl das Schlaganfallrisiko für Raucher doch angeblich doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern sein soll.

Frauen: 9.4%
Männer 21.2%

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.08.05.20169169v1.full.pdf

Bei den Bemühungen um eine wirkungsvolle Nachbehandlung der 28 stark geschwächten Corona-Überlebenden in Kalifornien war nicht ein einziger "current smoker" dabei, dagegen 7 Ex-Raucher.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7406212/

Konstantin Farsalinos war an dieser Studie aus Mexiko mitbeteiligt, die immerhin fast 90.000 Infektionsfälle umfaßt - was Raucher betrifft, mit dem Ergebnis, das wir mittlerweile bereits erwarten:

https://erj.ersjournals.com/content/erj/early/2020/07/09/13993003.02144-2020.ful
l.pdf

Und die Franzosen behaupten, herausgefunden zu haben, daß Nikotinersatztherapie ebenfalls mit einem geringeren Risiko sowohl für die Infektion als solche als auch einen schweren Krankheitsverlauf mit Beatmungsnotwendigkeit verbunden ist.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.28.20160630v1.full.pdf

Wobei ich nicht daran glaube, daß es die Nikotinersatztherapie war, die hier entscheidend war. Und zwar deshalb:

Quote:
We included all individuals, aged between 18 and 75 years, who
had been reimbursed at least one nicotine-replacement therapy between November 15, 2019, and
February 15, 2020.


und:

Quote:
. Data on smoking status were absent from the database


Wir kennen doch alle die Erfolgsquoten von Nikotinersatztherapien: 97 % Rückfallwahrscheinlichkeit innerhalb von sechs Monaten.

Erfaßt wurden Krankenhauseinweisungen bis Anfang Juni. Die Nikotinersatztherapie war damit im besten Fall vier Monate und im schlechtesten Fall bereits sieben Monate her.

Unter den knapp 300.000 Teilnehmern an der Nikotinersatztherapie waren also, wenn wir großzügig eine doppelt so hohe Erfolgsquote des Rauchstopps von 6 % annehmen, mehr als 280.000 längst wieder im - bei Corona mutmaßlich lebensrettenden - Status "current smoker" angekommen.

Wieviele "current smokers" in der Kontrollgruppe enthalten waren, ist nicht bekannt - vermutlich irgendwo um den Bevölkerungsdurchschnitt herum. Aber in der Nikotinersatz-Gruppe müssen es über 90 % gewesen sein.

Was ich außerdem interessant an dieser Studie fand:

Die Teilnehmer an Nikotinersatztherapie wurden unterteilt in Gesunde und solche, die an einer der berüchtigten "Raucherkrankheiten" litten (Krebs, Schlaganfall etc.). Grob machten die Gesunden zwei Drittel und die Kranken ein Drittel aus.

In der Kontrollgruppe wurden aber alle, die solche Erkrankungen aufwiesen, von vornherein ausgeschlossen!

Was das Corona-Risiko betrifft, ergab sich das mittlerweile übliche Ergebnis, also die Nikotin-Patienten hatten ein geringeres Risiko. Ich finde es aber besonders bemerkenswert, daß die die "all-cause mortality" bei den Nikotinersatztherapie-Patienten zwar höher lag, aber längst nicht so viel höher, wie man das bei einem Vergleich mit einer so stark im Gesundheitsstatus abweichenden Gruppe erwarten sollte.

Wenn die Gesamtgruppe mit der Kontrollgruppe verglichen wird, fällt die Sache sogar nur geringfügig ins Gewicht. Es gilt aber auch dann, wenn NUR die Patienten mit schweren Vorerkrankungen mit einer Kontrollgruppe verglichen wird, aus der alle Kandidaten mit vergleichbaren Krankheiten vorher schon ausgesiebt wurden:

Quote:
Of 133,021 eligible exposed individuals to nicotine-replacement therapy, 128,768 could be matched
(1:2) with 243,793 unexposed individuals (115,025 matched to two unexposed individuals, 13,743 with
only one and 512 without matching). In the exposed group, 26.9% had cancer, 32.0% had
cardiovascular/stroke diseases and/or 60.6% had respiratory diseases.


...

All-cause mortality was higher in the nicotine-replacement therapy
group (1040 vs. 366 deaths, hazard ratio, 3.83; 95% CI, 3.41 to 4.31).


Etwa 0,8 Prozent der schwerkranken Nikotinersatztherapie-Patienten starben. Aus der gesunden Kontrollgruppe starben 0,15 Prozent. Die Schwerkranken hatten somit ein etwa fünfmal so hohes Risiko als die Gesunden, zu sterben.

Ich kenne das "normale" Sterberisiko von Schwerkranken im Vergleich zu Gesunden nicht und konnte auf Anhieb dazu keine brauchbaren Daten finden, aber täglichen Rauchern, die noch gesund sind, wird im Vergleich zu Nichtrauchern ungefähr dieses Risiko zugeschrieben, an einer dieser Raucherkrankheiten nicht etwa nur krank zu werden, sondern an ihr zu sterben: https://spitzen-praevention.com/2020/06/16/fuehrt-taegliches-und-nicht-taegliche
s-rauchen-zu-einem-unterschiedlichen-sterblichkeitsrisiko/

Eigentlich müßte das Sterberisiko von bereits  kranken Rauchern und einer Minderheit von kranken Ex-Rauchern höher als das liegen, was sich aus dieser Studie ergibt.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Re: Corona
Antwort #211 - 10.08.20 um 19:30:11
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"Rauchen" ist etwas, dass ich frei in Selbstbestimmung nutze. Und wenn ich eines Tages gehen muss, dann lag es in meiner Verantwortung.

Das sehe ich schwer im Kontra zu all den Maßnahmen, die "andere" ihren Mitmenschen auferzwingen, und dadurch sterben. Fängt schon bei der Industrienahrung an.

Die Maske ist das einzig "neue" für mich. Alle anderen Coronamaßen gibt es für mich schon seit dem Rauchverbot 2008.

Freizeitverbot, Geselligkeitsverbot, Lokalverbot, in gesamt Deutschland bis zum Ende meiner Tage.

Gelegentlicher Spaziergang, temporärer Einkauf, solo vor dem PC Bildschirm sitzen, bis auch das Internet den letzten Geist aushaucht, ist mein einziger Tagesablauf. Viele lange Jahre bevor Corona begann.

(früher hab ich Skat gespielt, Würfel, Billard, Flipper, Dart - gemütliche Atmosphäre) Diese gemütliche Atmosphäre gibt es nicht "draußen vor der Tür" in einer Traube von Leuten, die nur quasselt.

Ich habe mir die schwierige Frage gestellt: Was hätte ich all die Jahre getan, wenn es das Internet gar nicht gäbe? Und ich konnte mir keine Antwort geben.

Die Maske ist somit die einzige Coronaregel, die mir zusätzlich begegnet ist, alles andere war für mich schon vorher da.
  

War früher alles besser? Nein! Doch früher gab es Möglichkeiten, die es heute nicht mehr gibt.
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Destruktor
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Re: Corona
Antwort #212 - 11.08.20 um 18:02:01
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Das tut mir leid für Dich.

In welchem Bundesland lebst Du ?

In Baden - Württemberg ist das nicht so.
  
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Re: Corona
Antwort #213 - 11.08.20 um 19:04:49
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Destruktor schrieb on 11.08.20 um 18:02:01:
In welchem Bundesland lebst Du ?


Es gibt nur 6 Bundesländer, in denen ich noch nicht gewohnt habe. Im Westen sind es Saarland und Rheinland Pfalz. Aktuell bin ich in Schleswig Holstein. Das einzige, was hier zu Fuß erreichbar ist, ist sone Spielhalle, die es für mich nicht lohnt, zu betreten, seit die von echten manuellen Geräten auf Computer umgestellt haben.

Wenn ich mir so die Texte durchlese, ist an vielen Stellen was möglich, trotz des Verbots, doch in meiner Nähe gibt es nix der Art. Und nur extra weite Strecken zu fahren, um bloß qualmen zu können und sonst nix, das ist auch nicht das Wahre.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Westfalen (Wittgenstein), und wie es dort zu geht, da bekomm ich das Grausen. Meinen Zivildienst hab ich in Baden Württemberg gemacht, 1999/2000, in Bad Wildbad.

Bin seit einiger Zeit schon am Grübeln, wo ich hin könnte, sobald ich meine "Sache" beendet geregelt habe. Doch bislang will mir nichts schmecken.
  

War früher alles besser? Nein! Doch früher gab es Möglichkeiten, die es heute nicht mehr gibt.
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Feuerstein
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Hallo

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Re: Corona
Antwort #214 - 13.08.20 um 22:38:48
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Zweifelhafte Corona-Tests – und wie Panik geschürt wird

Quote:
Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat eine aktuelle Warnung vor einem Coronatest mit besonders hohen falsch positiven Raten (3 Prozent) herausgegeben.

Dies zeigt einmal mehr, dass jeder Test mit dem Problem der falsch positiven Ergebnisse zu kämpfen hat. Diese fallen bei sehr niedriger Infektionsrate (Prävalenz) dann enorm ins Gewicht. Infolge dürfte ein beträchtlicher Teil der aktuell gemessenen positiven Fälle gar nicht infiziert sein. Das hält aber Politik und Medien nicht davon ab, die Bevölkerung weiter in die Irre zu führen und die nächste Welle zu konstruieren. Es wird weiterhin von Infizierten gesprochen (wie zum Beispiel hier), die in Wirklichkeit eben nur positiv getestet und in erheblichem Maße falsch positiv sind.


https://www.achgut.com/artikel/zweifelhafte_corona_tests_und_wie_panik_geschuert...
  
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Re: Corona
Antwort #215 - 14.08.20 um 19:18:58
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Diese Studie hier verdient es auch, hier extra erwähnt zu werden: https://www.imperial.ac.uk/media/imperial-college/institute-of-global-health-inn...

Eine Zufallsauswahl von etwas mehr als 100.000 Teilnehmern erhielt Ende Juni/Anfang Juli einen Antikörper-Selbsttest. Daraus ergaben sich ca. 5500 positive Ergebnisse. Auch in diesem Fall waren Raucher deutlich unterrepräsentiert.

Quote:
current smokers had a lower prevelance than non-smokers
(3.2% vs. 5.2% (OR 0.64 [0.58,0.71]).
  

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xila
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Re: Corona
Antwort #216 - 14.08.20 um 20:55:12
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Knight Rider schrieb on 10.08.20 um 19:30:11:
Die Maske ist das einzig "neue" für mich. Alle anderen Coronamaßen gibt es für mich schon seit dem Rauchverbot 2008.

Freizeitverbot, Geselligkeitsverbot, Lokalverbot, in gesamt Deutschland bis zum Ende meiner Tage.



Wo ist die gepunktete Linie, auf der ich unterschreiben kann? Ich kann über das Gezeter wegen der Maskenpflicht und der anderen Maßnahmen gegen Corona nur die Achseln zucken. Die Leute, denen damit das Frühjahr und der Sommer verdorben wurden, sind andere. Ich habe damit kein Problem. Womit ich ein richtiges Problem hatte, das war, als sich herausstellte, daß das Konzept des Erholungsurlaubs sich für mich weitgehend und für immer erledigt hatte. Wenn man mit dem Wetter Pech hat, hängt man zwangsläufig irgendwo fest, wo Rauchverbot besteht. Damit habe ich mich auf meine Weise arrangiert, und das Mimimi von Leuten, die ihre Menschenrechte wegen einer Lappalie wie Maskentragen in der U-Bahn bedroht sehen, finde ich lächerlich.

Wobei dir möglicherweise nicht bewußt ist, daß Deutschland innerhalb von Europa momentan aus Sicht der WHO die rote Laterne des "schlechtesten Nichtraucherschutzes in Europa" hat (wie man das in jenen Kreisen nennt), seit sie Österreich und Tschechien kleingekriegt haben. Das bedeutet konkret: Uns Rauchern geht es aus deren Sicht in Deutschland immer noch viel zu gut. Und das wollen sie natürlich schnellstmöglich ändern.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister ist fürs Erste noch mit seinem diesbezüglichen Vorstoß gescheitert, der übrigens angeblich auch Rauchverbote in Biergärten enthalten hätte (der Gesetzentwurf war nirgends nachzulesen, aber so wurde in den Zeitungen berichtet). Und je nach Ausgang der Landtagswahl passiert da in der nächsten Legislaturperiode auch nichts mehr. Aber trotzdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Urlaub in BW auch bei garantiert gutem Wetter sinnlos geworden ist. Es sei denn natürlich, die WHO geht pleite oder die EU bricht auseinander oder die Welt bekommt plötzlich ECHTE Probleme.

Corona war bislang offenbar noch nicht problematisch genug. Aber vielleicht kommt's ja noch.







  

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Re: Corona
Antwort #217 - 14.08.20 um 21:21:24
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xila schrieb on 14.08.20 um 20:55:12:
Wo ist die gepunktete Linie, auf der ich unterschreiben kann?


Ich hab in diesem Forum die erste Umfrage gesehen, die, nach dem ich ausgewählt hatte, anschließend meine Wahl auf Platz 1 gesetzt hat. Zwar nur 10,4%, doch gewohnt bin ich, dass meine Wahl meist unter den letzten 3 rangiert.

So müsste es eigentlich auch draußen laufen. Mehr Zusammenhalt und weniger zersplittertes Gegentum. Der niedrigste gemeinsame Nenner bringt nix, denn wenn das Thema durch ist, sind sich alle wieder spinnefeind. Hauptsache einander bekriegen, statt einander das Persönliche gönnen.

Es können sehr gut in der einen Firma Nichtraucher arbeiten und in der anderen Firma Raucher. Muss sich keiner begegnen. Parallel.

Denn, wenn es wirklich um Nichtraucherschutz ginge im Sinne der Gesundheit, dann müsste der ganze Rauch weg. Auch der im Krematorium.
  

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Re: Corona
Antwort #218 - 15.08.20 um 06:41:15
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Knight Rider schrieb on 11.08.20 um 19:04:49:
Destruktor schrieb on 11.08.20 um 18:02:01:
In welchem Bundesland lebst Du ?


Es gibt nur 6 Bundesländer, in denen ich noch nicht gewohnt habe. Im Westen sind es Saarland und Rheinland Pfalz. Aktuell bin ich in Schleswig Holstein. Das einzige, was hier zu Fuß erreichbar ist, ist sone Spielhalle, die es für mich nicht lohnt, zu betreten, seit die von echten manuellen Geräten auf Computer umgestellt haben.

Wenn ich mir so die Texte durchlese, ist an vielen Stellen was möglich, trotz des Verbots, doch in meiner Nähe gibt es nix der Art. Und nur extra weite Strecken zu fahren, um bloß qualmen zu können und sonst nix, das ist auch nicht das Wahre.


Dann scheinst du auf dem Land zu leben, wo man fußläufig wenig erreichen kann. In Schleswig-Holstein gibt es ja durchaus die 75-Quadratmeter-Kneipen, in denen geraucht werden darf und sicherlich auch die ein oder andere größere Gaststätte mit Raucherraum.
« Zuletzt geändert: 15.08.20 um 06:41:36 von ChristophL »  
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Re: Corona
Antwort #219 - 15.08.20 um 07:06:39
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Das ist richtig. Wenn ich bedenke, dass wir 5 Supermärkte haben und noch einige Zusatzgeschäfte, doch in der Zeit, in der ich hier bin, eins nach dem anderen verschwindet, wie Getränkemarkt, Wurstfabrik Direktverkauf, Computerladen, Esoterikladen, usw und das neue das kommt, ich gar nicht gebrauchen kann, wie Versicherung oder Bistro - dann ist das Nest hier eine "Gemeinde" -

In dem Dorf wo ich aufgewachsen bin, gabs nur einen Bäcker, einen Tante Emma Laden und einen Getränkeverkauf und die Volksbank. Doch eine Kneipe war immer in einem der Nachbarorte erreichbar.

Jetzt, wo wir Corona haben, speziell die Masken, fahr ich kein Bus. Denn Maske ist für mich nicht lange tragbar. Vor dem Geschäft aufsetzen, rein und raus, und nach dem Geschäft wieder absetzen. Auf direktem Weg wieder heim.

Ich vermisse die alten Skatrunden. Und wo das nicht möglich ist oder nicht gemacht wird, brauch ich eh nicht hin.

Ich frag mich, weshalb 2013 und 2015 nicht geheult wurde.
Achtet mal auf das Datum beim Focus, in Betrachtung der Texte.

https://www.focus.de/panorama/welt/wissenschaft-who-neuer-coronavirus-gefahr-fue...

https://www.focus.de/gesundheit/news/who-warnt-corona-virus-ist-gefahr-fuer-die-...
  

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Re: Corona
Antwort #220 - 15.08.20 um 08:01:37
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xila schrieb on 14.08.20 um 20:55:12:
Knight Rider schrieb on 10.08.20 um 19:30:11:
Die Maske ist das einzig "neue" für mich. Alle anderen Coronamaßen gibt es für mich schon seit dem Rauchverbot 2008.

Freizeitverbot, Geselligkeitsverbot, Lokalverbot, in gesamt Deutschland bis zum Ende meiner Tage.



Wo ist die gepunktete Linie, auf der ich unterschreiben kann? Ich kann über das Gezeter wegen der Maskenpflicht und der anderen Maßnahmen gegen Corona nur die Achseln zucken. Die Leute, denen damit das Frühjahr und der Sommer verdorben wurden, sind andere. Ich habe damit kein Problem. Womit ich ein richtiges Problem hatte, das war, als sich herausstellte, daß das Konzept des Erholungsurlaubs sich für mich weitgehend und für immer erledigt hatte. Wenn man mit dem Wetter Pech hat, hängt man zwangsläufig irgendwo fest, wo Rauchverbot besteht. Damit habe ich mich auf meine Weise arrangiert, und das Mimimi von Leuten, die ihre Menschenrechte wegen einer Lappalie wie Maskentragen in der U-Bahn bedroht sehen, finde ich lächerlich.

Wobei dir möglicherweise nicht bewußt ist, daß Deutschland innerhalb von Europa momentan aus Sicht der WHO die rote Laterne des "schlechtesten Nichtraucherschutzes in Europa" hat (wie man das in jenen Kreisen nennt), seit sie Österreich und Tschechien kleingekriegt haben. Das bedeutet konkret: Uns Rauchern geht es aus deren Sicht in Deutschland immer noch viel zu gut. Und das wollen sie natürlich schnellstmöglich ändern.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister ist fürs Erste noch mit seinem diesbezüglichen Vorstoß gescheitert, der übrigens angeblich auch Rauchverbote in Biergärten enthalten hätte (der Gesetzentwurf war nirgends nachzulesen, aber so wurde in den Zeitungen berichtet). Und je nach Ausgang der Landtagswahl passiert da in der nächsten Legislaturperiode auch nichts mehr. Aber trotzdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Urlaub in BW auch bei garantiert gutem Wetter sinnlos geworden ist. Es sei denn natürlich, die WHO geht pleite oder die EU bricht auseinander oder die Welt bekommt plötzlich ECHTE Probleme.

Corona war bislang offenbar noch nicht problematisch genug. Aber vielleicht kommt's ja noch.



Die Corona-Maßnahmen sind alles andere als "Lappalien", genausowenig wie Tabakkontroll-Maßnahmen, wobei nun jeder Mensch als Todesengel gilt und nicht nur die Raucher. (Xila, du solltest vermeiden, wie ein Anti zu klingen, der Rauchern ein "Mimimi" vorwirft.) Ohne die schrittweise Gewöhnung an jahrelange Volkserziehung, Gängelung und Propaganda auf vielen Gebieten, nicht zuletzt der Tabakbekämpfung, wäre es nicht möglich gewesen, die Corona-Politik den Leuten aufzuzwingen.
Das Problem ist die Fragmentierung der unterschiedlichen Betroffenengruppen. Manche Coronaprotestler sind womöglich Antiraucher; Prostituierte, Dieselfahrer und Legalwaffenbesitzer interessieren sich i.d.R. nicht für die Situation der jeweils anderen. Wenn alle Bevormundeten und Repressionsbetroffenen zusammenstünden, könnte man was reißen, aber das scheint leider nicht realistisch.

Wie man sieht, wird durch die Corona-Politik alles nur noch schlimmer. Die nächste ganz große Etage im Irrenhaus der Postmoderne. Realsatire, die man noch vor einem halben Jahr nicht für möglich gehalten hätte.

P.S. Zu Baden-Württemberg: War m.W. kein Gesetzentwurf der Landesregierung, sondern nur ein Versuchsballon des grünen Ministers.
« Zuletzt geändert: 15.08.20 um 08:03:20 von ChristophL »  
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Re: Corona
Antwort #221 - 15.08.20 um 08:05:54
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xila schrieb on 14.08.20 um 19:18:58:
Diese Studie hier verdient es auch, hier extra erwähnt zu werden: https://www.imperial.ac.uk/media/imperial-college/institute-of-global-health-inn...

Eine Zufallsauswahl von etwas mehr als 100.000 Teilnehmern erhielt Ende Juni/Anfang Juli einen Antikörper-Selbsttest. Daraus ergaben sich ca. 5500 positive Ergebnisse. Auch in diesem Fall waren Raucher deutlich unterrepräsentiert.

Quote:
current smokers had a lower prevelance than non-smokers
(3.2% vs. 5.2% (OR 0.64 [0.58,0.71]).



Danke für diesen und den längeren Post mit Updates.
  
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Re: Corona
Antwort #222 - 15.08.20 um 21:13:43
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ChristophL schrieb on 15.08.20 um 08:01:37:
xila schrieb on 14.08.20 um 20:55:12:
Knight Rider schrieb on 10.08.20 um 19:30:11:
Die Maske ist das einzig "neue" für mich. Alle anderen Coronamaßen gibt es für mich schon seit dem Rauchverbot 2008.

Freizeitverbot, Geselligkeitsverbot, Lokalverbot, in gesamt Deutschland bis zum Ende meiner Tage.



Wo ist die gepunktete Linie, auf der ich unterschreiben kann? Ich kann über das Gezeter wegen der Maskenpflicht und der anderen Maßnahmen gegen Corona nur die Achseln zucken. Die Leute, denen damit das Frühjahr und der Sommer verdorben wurden, sind andere. Ich habe damit kein Problem. Womit ich ein richtiges Problem hatte, das war, als sich herausstellte, daß das Konzept des Erholungsurlaubs sich für mich weitgehend und für immer erledigt hatte. Wenn man mit dem Wetter Pech hat, hängt man zwangsläufig irgendwo fest, wo Rauchverbot besteht. Damit habe ich mich auf meine Weise arrangiert, und das Mimimi von Leuten, die ihre Menschenrechte wegen einer Lappalie wie Maskentragen in der U-Bahn bedroht sehen, finde ich lächerlich.

Wobei dir möglicherweise nicht bewußt ist, daß Deutschland innerhalb von Europa momentan aus Sicht der WHO die rote Laterne des "schlechtesten Nichtraucherschutzes in Europa" hat (wie man das in jenen Kreisen nennt), seit sie Österreich und Tschechien kleingekriegt haben. Das bedeutet konkret: Uns Rauchern geht es aus deren Sicht in Deutschland immer noch viel zu gut. Und das wollen sie natürlich schnellstmöglich ändern.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister ist fürs Erste noch mit seinem diesbezüglichen Vorstoß gescheitert, der übrigens angeblich auch Rauchverbote in Biergärten enthalten hätte (der Gesetzentwurf war nirgends nachzulesen, aber so wurde in den Zeitungen berichtet). Und je nach Ausgang der Landtagswahl passiert da in der nächsten Legislaturperiode auch nichts mehr. Aber trotzdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Urlaub in BW auch bei garantiert gutem Wetter sinnlos geworden ist. Es sei denn natürlich, die WHO geht pleite oder die EU bricht auseinander oder die Welt bekommt plötzlich ECHTE Probleme.

Corona war bislang offenbar noch nicht problematisch genug. Aber vielleicht kommt's ja noch.



Die Corona-Maßnahmen sind alles andere als "Lappalien", genausowenig wie Tabakkontroll-Maßnahmen, wobei nun jeder Mensch als Todesengel gilt und nicht nur die Raucher. (Xila, du solltest vermeiden, wie ein Anti zu klingen, der Rauchern ein "Mimimi" vorwirft.) Ohne die schrittweise Gewöhnung an jahrelange Volkserziehung, Gängelung und Propaganda auf vielen Gebieten, nicht zuletzt der Tabakbekämpfung, wäre es nicht möglich gewesen, die Corona-Politik den Leuten aufzuzwingen.
Das Problem ist die Fragmentierung der unterschiedlichen Betroffenengruppen. Manche Coronaprotestler sind womöglich Antiraucher; Prostituierte, Dieselfahrer und Legalwaffenbesitzer interessieren sich i.d.R. nicht für die Situation der jeweils anderen. Wenn alle Bevormundeten und Repressionsbetroffenen zusammenstünden, könnte man was reißen, aber das scheint leider nicht realistisch.

Wie man sieht, wird durch die Corona-Politik alles nur noch schlimmer. Die nächste ganz große Etage im Irrenhaus der Postmoderne. Realsatire, die man noch vor einem halben Jahr nicht für möglich gehalten hätte.

P.S. Zu Baden-Württemberg: War m.W. kein Gesetzentwurf der Landesregierung, sondern nur ein Versuchsballon des grünen Ministers.


Das hatte ich doch geschrieben, daß der Gesetzentwurf vom Gesundheitsminister kam. Es wurde dem Kabinett vorgelegt und ist schon dort am "Njet" der CDU gescheitert. Wegen der Sache mit den Biergärten habe ich nach dem Volltext gesucht, aber der war nicht publik gemacht worden, also kann ich nicht sicher sagen, ob es überhaupt stimmt. Meine Zeitung hatte das behauptet.

Wie auch immer, du glaubst doch selbst nicht, daß der Manne Lucha mit seinem Spatzenhirn alleine auf diese glorreiche Idee gekommen ist. Der Gesetzentwurf stammt vermutlich aus Heidelberg, und sie werden ihn wieder vorlegen, wenn ihnen die Gelegenheit günstig vorkommt, beispielsweise, falls die nächste Regierung nicht mehr Schwarz-Grün, sondern Rot-Grün wird.

Anfangs wäre mir eine freiwillige Lösung bezüglich der Masken auch lieber gewesen, zumal ja sogar schon, als noch vor dem Maskentragen gewarnt wurde und weder für Geld noch für gute Worte welche erhältlich gewesen wären, immer mehr Leute aus eigenem Antrieb textile Masken genäht hatten, und eine Empfehlung alleine hätte auch schon dazu geführt, daß eine Mehrheit sie getragen hätte. Aber die Wirkung der Maskenpflicht auf die Infektionszahlen, wo sie auf kommunaler Ebene schon früher eingeführt wurde, hat mich davon überzeugt, daß der Effekt der Masken groß genug ist, um auch eine Maskenpflicht zu rechtfertigen.

Beispiel Jena, Maskenpflicht ab dem 6. April.



Ich trage eine Brille und habe immer, wenn ich eine Maske trage, mit beschlagenen Gläsern zu kämpfen, meine Begeisterung hält sich also auch in Grenzen. Ich trage sie trotzdem, weil mir der Sinn dabei einleuchtet.

Danke für deine Formulierungsempfehlungen. Ich ziehe es aber vor, so zu formulieren, wie ich es im jeweiligen Fall für richtig halte. Was das Mimimi betrifft, bleibe ich dabei, weil das Theater um die Maskenpflicht lächerlich ist und mir bloß demonstriert, worin das Hauptproblem bei "Freund" wie "Feind" (bezüglich des Rauchens und anderer Gängelungsthemen) besteht: Alle rennen immer bloß ihren jeweiligen Leithammeln hinterher und beten deren Parolen nach, ob das nun die Antis sind oder die Anti-Antis, anstatt sich um ein eigenes Urteil zu bemühen.

Ich brauche niemanden, der mich darüber belehrt, daß die Institutionen, die sich mit Corona befassen, nicht vertrauenswürdig sind; das weiß ich selbst gut genug. Aber ich müßte doch vom wilden Affen gebissen sein, um rein aus Reflex das Gegenteil dessen zu tun, was sie empfehlen, wenn ich mich genausogut selbst informieren und meine Schlußfolgerungen über sinnvolle und sinnlose Maßnahmen ziehen kann.

Warum ich aber eigentlich hier aufgetaucht bin: Es gibt wieder eine Studie, die mein besonderes Interesse geweckt hat: https://t.co/M4efK5pbHH?amp=1

Das Besondere daran ist, daß hier Diabetiker im Fokus stehen, und zwar getrennt nach Diabetes Typ 1 und Typ 2. Warum diese Trennung interessant ist: Es gibt den
Verdacht, daß Insulinresistenz das Risiko eines schweren Corona-Verlaufs erhöht. Insulinresistenz betrifft aber nur Diabetes Typ 2, und das spiegelt sich in der Tat in der Auswertung wider; gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil waren Patienten mit Diabetes Typ 1 weniger als halb so oft betroffen wie solche mit Diabetes Typ 2.

Was ich sogar noch interessanter fand: Aktive Raucher waren wieder einmal in beiden Gruppen unterrepräsentiert. Aber gerade bei Diabetikern vom Typ 2 sogar noch erheblich stärker als bei Typ 1.

Quote:
After adjustment for the demographic and clinical
characteristics included in the survival models,
compared with never smokers, being a current smoker
with type 2 diabetes was associated with decreased
COVID-19-related mortality (HR 0·67 [95% CI0·62–0·74, p<0·0001]; figure 2). By contrast, the
association in type 1 diabetes was not significant
(HR 0·88 [95% CI 0·62–1·25, p=0·48]). This finding was
consistent across all ethnicities, socioeconomic
deprivation quintiles, and BMI categories, and more
apparent in people younger than 70 years than in those
aged 70 years or older (appendix pp 11–21).


Es folgte diese Ergänzung:

Quote:
By
contrast, current smokers had an increased risk of
non-COVID-19-related mortality compared with never
smokers (HR 1·40 [95% CI 1·34–1·47]) over the same time period (appendix pp 4–5).


Daraufhin habe ich den Appendix mal gesucht. Hier ist er:

https://www.thelancet.com/cms/10.1016/S2213-8587(20)30271-0/attachment/5aebe5cf-...

Was die Autoren zu erwähnen "vergessen" haben, ist, daß das höhere Todesfallrisiko für Raucher aus allen anderen Ursachen zwar richtig ist, aber im Vergleich zu Nichtrauchern ist bei Diabetikern - besonders auffallend bei Diabetes Typ 2 - nur marginal.

Bei Diabetes Typ 1:
Todesfallrisiko Raucher: 1,53
Todesfallrisiko Nichtraucher: 1,40

Bei Diabetes Typ 2:
Raucher: 1,40
Nichtraucher 1,33


  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Knight Rider
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Corona zeigt den Nichtlern
was Verbote anrichten

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Re: Corona
Antwort #223 - 16.08.20 um 02:33:15
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xila schrieb on 15.08.20 um 21:13:43:
wenn ich mich genausogut selbst informieren und meine Schlußfolgerungen über sinnvolle und sinnlose Maßnahmen ziehen kann.


Mag sein, dass du zu dieser seltenen Gruppe zählst. Doch mindestens 95% können das nicht. Die sind dem Hörigkeitswahn verfallen...
  

War früher alles besser? Nein! Doch früher gab es Möglichkeiten, die es heute nicht mehr gibt.
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Corona
Antwort #224 - 16.08.20 um 14:36:41
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Knight Rider schrieb on 16.08.20 um 02:33:15:
xila schrieb on 15.08.20 um 21:13:43:
wenn ich mich genausogut selbst informieren und meine Schlußfolgerungen über sinnvolle und sinnlose Maßnahmen ziehen kann.


Mag sein, dass du zu dieser seltenen Gruppe zählst. Doch mindestens 95% können das nicht. Die sind dem Hörigkeitswahn verfallen...


Mindestens 95 % auf der Seite der Maskenpflicht-Befürworter, aber ebenso mindestens 95 % auf der Seite der Maskenpflicht-Ablehnenden. Fast alle rennen nur irgendeinem Leithammel nach, der besonders laut blökt, und blöken ihm im Chor nach. Daß man sich dabei einen anderen Leithammel herausgesucht hat als die Mehrheit, ist dabei nichts, worauf jemand stolz sein müßte, solange das, was man nachplappert, erkennbar nicht das eigene Großhirn und einen Grob-Realitätscheck durchlaufen hat.

Was die Masken betrifft, reicht als Grob-Realitätscheck ein Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen vor und nach Einführung von Maskenpflichten in verschiedenen Ländern und Städten, um sämtliche feinziselierten studienbasierten Argumente contra Maskenpflicht ad absurdum zu führen.

Ich krieg aber auch eine Meise, wenn ein Herr Kubicki behauptet, man hätte den Leuten nicht genügend erklärt, deswegen der Unwille gegen die Corona-Maßnahmen. Es wurde in Wirklichkeit schon so viel erklärt, daß es den Leuten längst zu den Ohren wieder rauskommt. Nichts, das man zusätzlich erklären könnte, wäre neu, also würde es auch niemanden, der jetzt nicht überzeugt ist, künftig überzeugen können. Solche Äußerungen zeugen von einer geradezu grotesken Realitätsblindheit.

Allenfalls sollte man noch den Begriff "Ambiguitätstoleranz" erklären, daß man es nämlich in einer Situation, in der immer noch so vieles unklar ist, einfach ertragen muß, daß es Dutzende von einander widersprechenden Vermutungen und Spekulationen, aber noch wenig Gewißheiten gibt. Das ist es meiner Meinung nach, was die Leute so schlecht ertragen, daß ihnen noch die albernste Verschwörungstheorie lieber ist, weil sie einem die Illusion gibt, das zu wissen, was man wissen muß, auch dann, wenn dieses Wissen in Wirklichkeit noch niemand haben kann. Das hat nichts mit Wissen zu tun, nur mit der psychischen Entlastung, die es einem gibt, irgendetwas und/oder irgendjemandem zu glauben und zu vertrauen. In Wirklichkeit ist jeder, der behauptet, ganz genau zu wissen, wie man auf Corona reagieren müsse, ein Lügner. Diejenigen, die kein Geheimnis daraus machen, daß sie sich nur durchzuwursteln versuchen und hoffen, dabei nicht allzuviel Mist zu bauen, sind es, denen man am ehesten glauben kann, daß sie die Wahrheit sagen.

« Zuletzt geändert: 16.08.20 um 14:38:34 von xila »  

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