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Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

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Laurette
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Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Laurette »

Es ist jetzt fast 35 Jahre her, dass ich Raucherin wurde. Eine sehr lange Zeit, aber ich kann mich noch an das Leben als Nichtraucherin erinnern. Rückblickend war dies bei weitem die lebensveränderndste Entscheidung, die ich in meinen über 46 Lebensjahren getroffen habe. Alles hat sich geändert! Plötzlich musste ich meinen Tagesablauf um mein Rauchen herum planen. Was ein Zyklus war; Ich ging rauchen, dann eine Stunde oder so später musste ich wieder rauchen (Zeit, die ich für andere Dinge verwenden konnte) oder litt an den Folgen von Entzugserscheinungen. Ich musste anfangen, Zigaretten zu budgetieren, was jetzt eine Sucht von fast 3.000 Dollar pro Jahr ist (wir alle nennen es eine Gewohnheit, aber seien wir ehrlich, es ist eine Sucht). Geld, das ich für andere Dinge ausgeben könnte. Dating wurde schließlich auch betroffen; Seit ich anfing, war ich immer mit anderen Rauchern zusammen. Ich ließ mich schließlich von meinem rauchenden Ehemann scheiden, trat wieder in die Dating-Szene ein und merkte schnell, wie unangenehm es war, Nichtraucher zu treffen (zum Glück ist meine derzeitige Partnerin auch Raucherin, was viele Probleme löst).

Raucher zu werden war auch meine erste Erwachsene-Entscheidung. Darauf würden andere Entscheidungen von Erwachsenen folgen; Kaffee, Verhütung, Geschlechtsverkehr, Absätze, Karriere, Ehe, Scheidung, Coming-Out, etc. Aber Rauchen war und bleibt das Erste.

Wie sind Ihre Erfahrungen dazu? Wenn Ihre Entscheidung, Raucher zu werden, nicht Ihre lebensveränderndste Erfahrung war, was dann?
LG,
Laurette

"Sobald man Raucher ist, ist man für immer Raucher!"


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ChristophL
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von ChristophL »

Laurette hat geschrieben: Do 17. Feb 2022, 03:13 (wir alle nennen es eine Gewohnheit, aber seien wir ehrlich, es ist eine Sucht)
Sucht ist ein schillernder Begriff. Gewohntheit hat beim Tabakkonsum besser gepasst; nicht zufällig ist das vor 40 Jahren mal umdefiniert worden.
Regina
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Regina »

Laurette hat geschrieben: Do 17. Feb 2022, 03:13 Es ist jetzt fast 35 Jahre her, dass ich Raucherin wurde. Eine sehr lange Zeit, aber ich kann mich noch an das Leben als Nichtraucherin erinnern. Rückblickend war dies bei weitem die lebensveränderndste Entscheidung, die ich in meinen über 46 Lebensjahren getroffen habe. Alles hat sich geändert! Plötzlich musste ich meinen Tagesablauf um mein Rauchen herum planen. Was ein Zyklus war; Ich ging rauchen, dann eine Stunde oder so später musste ich wieder rauchen (Zeit, die ich für andere Dinge verwenden konnte) oder litt an den Folgen von Entzugserscheinungen. Ich musste anfangen, Zigaretten zu budgetieren, was jetzt eine Sucht von fast 3.000 Dollar pro Jahr ist (wir alle nennen es eine Gewohnheit, aber seien wir ehrlich, es ist eine Sucht). Geld, das ich für andere Dinge ausgeben könnte. Dating wurde schließlich auch betroffen; Seit ich anfing, war ich immer mit anderen Rauchern zusammen. Ich ließ mich schließlich von meinem rauchenden Ehemann scheiden, trat wieder in die Dating-Szene ein und merkte schnell, wie unangenehm es war, Nichtraucher zu treffen (zum Glück ist meine derzeitige Partnerin auch Raucherin, was viele Probleme löst).

Raucher zu werden war auch meine erste Erwachsene-Entscheidung. Darauf würden andere Entscheidungen von Erwachsenen folgen; Kaffee, Verhütung, Geschlechtsverkehr, Absätze, Karriere, Ehe, Scheidung, Coming-Out, etc. Aber Rauchen war und bleibt das Erste.

Wie sind Ihre Erfahrungen dazu? Wenn Ihre Entscheidung, Raucher zu werden, nicht Ihre lebensveränderndste Erfahrung war, was dann?


Die lebensveränderndste Erfahrung war für mich ohne Zweifel als ich erlebt habe wie meine Mutter nach der Scheidung innerhalb weniger Tage zur Raucherin geworden, und aus einer unnahbaren, verunsicherten Frau, eine geworden ist die sich selbstbewußt gegen Kritiker verdeitigt hat.
Ich bin dankbar das ich diese besondere Zeit erleben durfte, denn dadurch habe ich gelernt wie unerwartet sich etwas ändern kann, wie unterschiedlich Menschen auf Veränderungen reagieren, wie Veränderungen unser Leben beinflussen und zur Selbstverständlichkeit werden können.
Regina
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Regina »

Als ich angefangen habe gab es zum Glück viel weniger Einschränkungen als heute, deshalb fiel mir der Weg von der Gelegenheits - zur "richtigen" Raucherin leicht.
Eine, mir vorher unbekannte Zigarettensorte hat mir ungewohnt gut geschmeckt, es war ein schönes Gefühl wenn ich meine Handtasche geöffnet habe und die Zigarettenschachtel hat mich "angelacht", eine Zigarette aus der Schachtel zu nehmen und zu rauchen können. Ich habe mich selbstbewußter, entspannter gefühlt und habe mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Leider ist danach eine langjährige Freundschaft zerbrochen, daß hat mir am Anfang weh getan. Dafür habe ich jedoch mit der Zigarette eine neue Freundin gewonnen die immer für mich da ist wenn ich sie brauche, und die ich nie mehr missen möchte.
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Laurette
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Laurette »

1987 lief es für Raucher viel besser, als ich eine wurde. Aber ich war nie eine gelegentliche Raucherin; Ich wurde sofort ein regelmäßige Raucherin. An meinem 12. Geburtstag! Was für ein Geburtstagsgeschenk hat mir meine Mutter gemacht; sie erlaubte mir an diesem Tag, mit dem Rauchen anzufangen.

Ich liebe es, meine Handtasche zu öffnen und meine geöffnete Schachtel sowie eine neue Schachtel zu sehen. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Zigaretten sind meine kleine Freundinnen! Sie sind immer für mich da, sie gefallen und befriedigen immer, und sie enttäuschen nie. Wenn ich eine neue Schachtel öffne, verlässt sie meine Person nicht, bis sie leer ist. Zigarettenmarken, die ich zuvor geraucht habe, betrachte ich als alte Freundinnen.Bild
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Regina
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Regina »

"An meinem 12. Geburtstag! Was für ein Geburtstagsgeschenk hat mir meine Mutter gemacht; sie erlaubte mir an diesem Tag, mit dem Rauchen anzufangen."

Ich denke wenn man rauchen will wartet man nicht auf dieses Geburtstagsgeschenk, denn der Körper fragt nicht nach einer Erlaubnis.
Das extremste Beispiel dafür habe ich erlebt als ich selbst noch nicht geraucht habe. Meine Mutter und ich sind mit dem Bus gefahren, wir haben uns ganz hinten in die Ecke gesetzt, und nach einiger Zeit drehte sie sich zur Wand und rauchte kurz.
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Laurette »

Regina hat geschrieben: So 24. Apr 2022, 15:36 "An meinem 12. Geburtstag! Was für ein Geburtstagsgeschenk hat mir meine Mutter gemacht; sie erlaubte mir an diesem Tag, mit dem Rauchen anzufangen."

Ich denke wenn man rauchen will wartet man nicht auf dieses Geburtstagsgeschenk, denn der Körper fragt nicht nach einer Erlaubnis.
Das extremste Beispiel dafür habe ich erlebt als ich selbst noch nicht geraucht habe. Meine Mutter und ich sind mit dem Bus gefahren, wir haben uns ganz hinten in die Ecke gesetzt, und nach einiger Zeit drehte sie sich zur Wand und rauchte kurz.
Ich wollte sowieso schon seit mehreren Jahren rauchen. Die Tatsache, dass es mein Geburtstag war, gab mir einen Grund zu fragen.
LG,
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Regina »

"Ich wollte sowieso schon seit mehreren Jahren rauchen. Die Tatsache, dass es mein Geburtstag war, gab mir einen Grund zu fragen."

Meine Tochter wußte schon als Kind das sie rauchen wird, aber sie mußte nicht um Erlaubnis fragen.
Wir haben manchmal darüber gesprochen, ich habe ihr gesagt sie soll es bitte nicht vor ihrer ersten Regel probieren, und es nicht heimlich machen oder mich belügen, so konnten wir uns langfristig darauf vorbereiten. Dann kam der Tag an dem sie sagte das sie sich alt genug fühlt um anzufangen. Seitdem hat sie mehr Taschengeld bekommen, hat mehr im Haushalt geholfen, ist verantwortungsvoller und pflichtbewußter geworden. Das hat mich doch stolz gemacht als Mutter.
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Laurette
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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Laurette »

Regina hat geschrieben: Mo 25. Apr 2022, 11:17 Meine Tochter wußte schon als Kind das sie rauchen wird, aber sie mußte nicht um Erlaubnis fragen.
Wir haben manchmal darüber gesprochen, ich habe ihr gesagt sie soll es bitte nicht vor ihrer ersten Regel probieren, und es nicht heimlich machen oder mich belügen, so konnten wir uns langfristig darauf vorbereiten. Dann kam der Tag an dem sie sagte das sie sich alt genug fühlt um anzufangen. Seitdem hat sie mehr Taschengeld bekommen, hat mehr im Haushalt geholfen, ist verantwortungsvoller und pflichtbewußter geworden. Das hat mich doch stolz gemacht als Mutter.
Wir haben kürzlich beobachtet, wie unsere beiden "Nichten" dasselbe durchmachen. Die Schwester meiner Partnerin, eine Raucherin, hat eine 14-jährige Tochter. Sie hat letzten Sommer mit dem Rauchen angefangen. Nachdem sie sich an das für sie schwierige Rauchen in der Öffentlichkeit gewöhnt hatte, nahm ihre Reife, ihr Selbstbewusstsein, ihre Verantwortung und ihr Fleiß spürbar zu. Unsere Großfamilie hat sich um zwei vergrößert, als meine Schwester letzten Monat eine Beziehung eingegangen ist. Sie einen Ex-Raucherin kennen gelernt, der seit fünf Jahren aufgehört hatte, und fing kurz nach ihrem Kennenlernen wieder mit dem Rauchen an. Sie hat eine 16-jährige Tochter, die sofort mit dem Rauchen begann, nachdem ihre Mutter wieder damit angefangen hatte. Sie hatte vom ersten Tag an kein Problem damit, in der Öffentlichkeit zu rauchen; das war der einzige Unterschied zwischen den beiden Mädchen. Aber wieder der gleiche spürbare Zuwachs an Reife, Selbstvertrauen, Verantwortung und Fleiß. Für beide war es die erste erwachsene Entscheidung. Darauf folgen mehr erwachsene Entscheidungen und erwachsenes Verhalten.
LG,
Laurette

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Re: Raucher(in) werden - so lebensverändernd!

Beitrag von Regina »

"Sie hat letzten Sommer mit dem Rauchen angefangen. Nachdem sie sich an das für sie schwierige Rauchen in der Öffentlichkeit gewöhnt hatte, nahm ihre Reife, ihr Selbstbewusstsein, ihre Verantwortung und ihr Fleiß spürbar zu."

Ich denke wenn es für sie am Anfang schwierig war in der Öffentlichkeit zu rauchen und sie es trotzdem geschafft hat, ist das in meinen Augen ein Zeichen dafür das ihr Selbstbewusstsein größer geworden ist. Vielleicht kann sie daraus für die Zukunft lernen das man mehr erreichen kann als man sich vorher zutraut.
Ich spreche/schreibe aus eigener Erfahrung, denn als ich noch nicht geraucht habe war ich längst nicht so selbstbewusst wie jetzt.
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